Substanz:

4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin, kurz „2 C-B“ genannt, ist eine rein synthetische Substanz, die strukturell mit Meskalin verwandt ist und zur Gruppe der Beta-Phenylethylamine gehört. Sie ist auch unter dem Namen Nexus, Bees, Venus und Bromo Mescaline bekannt. Es wird als Halluzinogen und Aphrodisiakum klassifiziert und als weißes, kristallines Pulver und in Kapsel- bzw. Tablettenform gehandelt.

Rechtliche Lage:

2C-B unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG).

Das bedeutet: Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

2 C-B gelangt über die Schleimhäute oder den Magen in den Blutkreislauf. Es wird davon ausgegangen, dass 2C-B Einfluss auf die Serotoninrezeptoren (Hormon, das die Stimmung maßgeblich mitbeeinflussen kann) hat sowie eine vermehrte Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin („Glückshormon“) und Noradrenalin („Glücks- und Belohnungssystem“) im Gehirn bewirkt.

Der Wirkeintritt erfolgt nach ca. 20 bis 30 Minuten, die maximale Wirkung wird nach ca. 1–2 Stunden erreicht, die Wirkung hält insgesamt 4 bis 8 Stunden an. Das Runterkommen dauert ca. 1Stunde und geht somit recht rasch. Nachwirkungen können noch 2-4 Stunden auftreten. 2C-B weißt somit eine steile Dosis-Wirkungs-Kurve auf!

Konsumform:

2C-B kann oral oder nasal konsumiert werden. Bei oralem Konsum von 5 – 15 mg spricht man von einer leichten Dosierung, die übliche Dosis, bei der halluzinogene Effekte in den Vordergrund treten liegt zwischen 15 – und 30 mg, zwischen 30 – 50 mg spricht man von einer starken Dosis. Bei nasalem Konsum (Ziehen durch die Nase) ist die Wirkung wesentlich stärker, deshalb sollte deutlich niedriger dosiert werden. Die übliche Dosis liegt zwischen 2 und 15 mg.

Erwünschte Wirkungen:

Das Wirkspektrum von 2C-B ist breit gefächert und stark dosisabhängig, schon wenige Milligramm bewirken starke Wirkungsverschiebungen. UserInnen beschreiben die Wirkung häufig als eine Kombination der Effekte von LSD und MDMA. 2C-B wirkt stark halluzinogen. Es kann zu starken Wahrnehmungsveränderungen und Pseudo-Halluzinationen (auch bei geschlossenen Augen) und einem intensivierten Körpergefühl kommen. 2C-B kann zudem sexuell stimulierend, empathogen (d.h. die Wahrnehmungs-fähigkeit und das Einfühlungsvermögen in die emotionelle Situation anderer Menschen wird gesteigert), leicht anregend und leistungssteigernd sowie euphorisierend wirken. Bei niedrigen und mittleren Dosierungen kann es passieren, dass man teilweise plötzlich und unerwartet zwischen Rausch und gefühlter (aber keineswegs tatsächlicher) Nüchternheit hin- und herwandert.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Bei nasalem Konsum kommt es zu starkem Brennen auf der Nasenschleimhaut. Darüber hinaus kann es zu einem beschleunigten Puls, Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur, Übelkeit, Schweißausbrüchen, Schwindelanfällen, Auftreten von Hitze- bzw. Kältegefühlen, vermindertem Hungergefühl, Magen- und Darmbeschwerden, Husten durch vermehrte Schleimproduktion, eingeschränkter Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie Schlafstörungen kommen. Bei männlichen Konsumenten können ungewollte Erektionen auftreten.

Bei hoher Dosierung kann es zu sogenannten „Horror-Trips“ kommen: Der durch den Rausch herbeigeführte Kontroll- und Realitätsverlust wird als bedrohlich und nicht steuerbar empfunden, es können Orientierungslosigkeit, Angstgefühle und Verwirrung auftreten.

Langzeitnebenwirkungen:

Die Langzeitrisiken des Konsums von 2C-B sind noch nicht erforscht. Es wird vermutet, dass sie mit jenen anderer Halluzinogene vergleichbar sein könnten.  

Beachte bitte hier auch unsere Safer Use Hinweise, um möglichst Schäden zu vermeiden.   

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • 2C-B & Downer (u.a. Alkohol): Es kann zu Erbrechen, depressiven Verstimmungen, aber auch zu unerwartet euphorischen Erlebnissen kommen.
  • 2C-B & MDMA: Der Mischkonsum dieser Substanzen kann zu Krampfanfällen führen. Wird 2C-B ca. vier Stunden nach MDMA eingenommen, kann es noch stärker aphrodisierend wirken, der Sex wird gefühlvoller erlebt als dies beim Monokonsum von 2C-B der Fall ist. Beachte die Safer-Sex-Regeln 
  • 2C-B & MAO-Hemmer: Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (enthalten in einigen Antidepressiva, Johanniskraut, Passionsblume und Muskatnuss) kann es zu einer unkontrollierbaren Verlängerung und Verstärkung der Wirkung kommen, was eine sehr hohe Kreislaufbelastung zur Folge hat.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von 2C-B entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Vor allem in hoher Dosierung wirkt 2C-B stark halluzinogen. Achte darauf, in angenehmer, ruhiger Umgebung, in der Du Dich wohl fühlst, zu konsumieren. Konsumiere nach Möglichkeit nicht allein sondern mit Freunden, auf die Du Dich verlassen kannst und die im Notfall helfen können.
  • Teste vorsichtig an! Auf Grund des unbekannten Wirkstoffgehalts kann es schnell zu Überdosierungen kommen: Ab der oralen Einnahme von 10 mg bzw. 2 mg nasal ist ein Herantasten an die „gewünschte“ Dosis in 2 mg-Schritten ratsam.
  • Da halluzinogene Substanzen in der Regel Deine aktuelle Stimmung verstärken, solltest Du auf den Konsum verzichten, wenn es Dir schlecht geht oder Du Dich nicht wohl fühlst. Wenn Du eine psychische Erkrankung hast, solltest Du dringend auf den Konsum von 2C-B verzichten.
  • Bei Epilepsie und Bluthochdruck sollte auf den Konsum von 2C-B verzichtet werden, da die Symptome verstärkt werden können.
  • Anstatt zu Sniefen, schlucke 2 C-B lieber in kleinen „Bömbchen“ oder Kapseln, um Deinen Körper zu schonen. Beachte: Wenn Dein Magen voll ist, kann es länger dauern, bis Du etwas von der Wirkung merkst.
  • 2C-B hat eine steile Dosis-Wirkungs-Kurve, wenige Milligramm können eine immense Wirkungssteigerung auslösen. Dosiere deshalb besonders vorsichtig.
  • Bei nasalem Konsum wird eine wesentlich geringere Menge benötigt, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Beachte unbedingt die Safer-Sniffing-Hinweise. (Verlinkung)
  • Teilweise werden andere Substanzen der 2C-Familie als 2C-B gehandelt (2C-C, 2C-D,2C-B-Fly usw.): Sie ähneln 2C-B in Erscheinungsform und chemischer Struktur, können sich aber in Wirkung und verträglicher Dosis stark unterscheiden. Stellt sich keine bzw. eine unerwartete Wirkung ein, solltest Du nicht nachlegen, da es sich um eine andere Substanz handeln könnte, die in höherer Dosierung lebensbedrohliche Auswirkungen haben könnte!
  • Erfahrene UserInnen empfehlen Konsumpausen von einer bis mehreren Wochen um dem Körper die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen und der Psyche, das im Rausch erlebte zu verarbeiten.
  • Da 2C-B ein Aphrodisiakum ist und Deine Empfindungen verstärken sowie Hemmungen lösen kann, solltest Du Dich auf jeden Fall beim Sex ausreichend schützen. Beachte hier auch unsere Safer Sex Hinweise
  • Setze Dich nach dem Konsum von 2CB nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

 

Female Facts:

  • Wenn Du vom 2C-B- Konsum erbrechen musst: Bis zu vier Stunden nach Einnahme der Anti-Baby-Pille, gelangt eventuell zu wenig Wirkstoff in den Blutkreislauf, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • In der Schwangerschaft und in der Stillzeit solltest Du unbedingt auf den Konsum von 2C-B verzichten!

Nachweiszeiten

Substanz:

Die Substanzen der 25x-NBOMe-Reihe (dazu zählen: 25B-NBOMe, 25C-NBOMe, 25D-NBOMe, 25H-NBOMe, 25I-NBOMe, 2CBCB-NBOMe, 2C-TFM-NBOMe, 2CBFly-NBOMe) werden den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugerechnet und gehören aufgrund ihrer Wirkung zur Gruppe der Phenethylamine. Es handelt sich um hochpotente halluzinogene Derivate der 2C-X-Reihe, die Anfang der 2000er-Jahre im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit entwickelt wurden. Substanzen der NBOMe-Gruppe tauchen bei Drugchecking-Ergebnissen in stark schwankender Dosierung regelmäßig auf vermeintlichen LSD-Filzen auf.

Rechtliche Lage:

Seit 2014 finden sich folgende Substanzen der 25X-NBOMe-Reihe in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und sind dort als nicht verkehrs- und verschreibungsfähig aufgeführt: 25B-NBOMe, 25C-NBOMe, 25I-NBOMe.

Das bedeutet: Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

Die Wirkungsweise scheint denen anderer Halluzinogene wie beispielsweise LSD oder 2C-B zu entsprechen. Die Wirkdauer wird von KonsumentInnen mit 6 – 10 h angegeben. Da es sich bei den Substanzen der NBOMe-Gruppe um noch weitgehend unerforschte Neue Psychoaktive Substanzen handelt, liegen zur spezifischen Wirkweise der Gruppe nur sehr wenige Informationen vor.

Konsumformen:

Die Substanzen der 25X-NBOMe- Reihe liegen in der Regel als Filze oder als hochpotentes, weißes Pulver mit Wirksamkeit im Mikrogramm-Bereich (1 Mikrogramm ist 1 Millionstel-Gramm) vor. Oraler Konsum (geschluckt oder über die Mundschleimhaut) ist möglich, ebenso wie die nasale Aufnahme. Aufgrund der hohen Potenz der Substanzen ist eine exakte Dosierung mit dem bloßen Auge nicht möglich und es kann schnell zu gefährlichen Überdosierungen kommen.

Erwünschte Wirkungen:

Die erwünschten Wirkungen gleichen denen von LSD. Dies scheint auch der Grund dafür zu sein, dass Substanzen der NBOMe-Reihe im Rahmen von Drugchecking wiederholt auf Filzen gefunden wurden, die KonsumentInnen als LSD-Filze erworben hatten. Als Halluzinogene intensivieren und verfremden die NBOMe-Substanzen die Sinneswahrnehmung und das Raum-Zeit-Empfinden. Bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und/oder einer Ich-Auflösung kommen. Die einzelnen Substanzen der Reihe unterscheiden sich laut Berichten von KonsumentInnen in ihren spezifischen Wirkprofilen teils massiv voneinander.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Die Gefahr der Substanzen der NBOMe-Gruppe liegt vor allem darin, dass sie eine hohe Bindungsaffinität am 5HT2b Rezeptor zeigen. Da dieses Rezeptorsystem maßgeblich an der Steuerung des Herz-Kreislauf-Systems beteiligt ist, kann es bei Überdosierung oder besonders empfindlichen Menschen mitunter zu tödlichen Nebenwirkungen kommen. Seit 2014 häufen sich Fälle von Überdosierungen mit 25X-NBOMe in Europa, in den USA sind bereits Todesfälle im Zusammenhang mit der Reihe dokumentiert.

Da die Substanzen der 25X-NBOMe-Reihe noch weitgehend unerforscht sind, gibt es keine wissenschaftlich fundierten Aussagen über kurzfristige Nebenwirkungen!

Langzeitnebenwirkungen:

Wie bei den meisten Neuen Psychoaktiven Substanzen ist die 25X-NBOMe-Reihe noch weitgehend wissenschaftlich unerforscht, viele Informationen die zum jetzigen Zeitpunkt vorliegen beruhen ausschließlich auf Berichten von KonsumentInnen. Es kann daher derzeit keine Aussage über mögliche Langzeitnebenwirkungen gemacht werden.

Mischkonsum:

Die  Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte –  Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen.

Wegen der unvorhersehbaren und weitgehend unbekannten Wechselwirkungen von Neuen Psychoaktiven Substanzen, auch der 25X-NBOMe-Reihe, raten wir dringend von Mischkonsum ab.

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von 25X-NBOMe entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  • Konsumierst Du NBOMe auf Filzen, teste erst einen halben Filz an und warte mindestens eine Stunde, um die Wirkung abschätzen zu können. Nachlegen kannst Du immer noch!
  • Filze sollten schnell geschluckt werden, da sie bei längerem sublingualen (das bedeutet Aufnahme über die Zungen- und Mundschleimhaut) Schleimhautkontakt schnell zu einer Überdosierung führen können.
  • Substanzen der NBOMe-Gruppe sind nur begrenzt als Partydrogen geeignet und sollten nur von erfahrenen UserInnen konsumiert werden.
  •  Substanzen der NBOMe-Gruppe solltest Du  nie allein konsumieren, sondern im Beisein von Personen, denen Du vertraust und die konsumerfahren sind.
  •  Konsumiere nur, wenn du dich psychisch und physisch sehr gut fühlst und gut ausgeschlafen bist.
  • Die Substanzen der Reihe wirken bereits im Mikrogramm-Bereich: Eine Dosierung mit dem bloßen Auge ist nicht möglich! Benutze nach Möglichkeit eine Feinwaage, die im Mikrogramm-Bereich geeicht ist.
  • Achte auf Set und Setting: Nimm Substanzen der NBOMe-Gruppe nur an einem Ort, an dem Du dich sicher fühlst, ein. Bereite dich gut auf den Trip vor und stell dich innerlich auf die bis zu zehnstündige Wirkdauer ein.
  • Trinke während des Trips ausreichend Wasser oder milde Säfte.
  • Der Trip kann auszehrend wirken. Leichte vitaminreiche Kost, Früchte, Gemüsesäfte, Vitamine und Mineralstoffe fördern nach dem Ausklingen des Trips die Minderung des Hangover
  • Plane nach dem Trip genug Zeit zur Erholung ein
  • Unbedingt mehrwöchige Konsumpausen einlegen, damit das Erlebte auch verarbeitet werden kann.
  • Menschen mit Herz/Kreislaufproblemen bzw. Epilepsie sollten keine Substanzen der 25X-NBOMe-Gruppe konsumieren, da die Substanzen teils massiv das Rezeptorsystem des Gehirns beeinflussen, das für die Steuerung des Herz-Kreislauf-Systems verantwortlich ist und es bei Überdosierungen oder voererkrankten Personen zu tödlichen Nebenwirkungen kommen.

Female Facts :

  • Der Konsum von Substanzen der NBOMe-Gruppe kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, d.h. dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Beim Konsum von Neuen Psychoaktiven Substanzen kann es zu einer abgeschwächten oder gar nicht mehr vorhandenen empfängnisverhütenden Wirkung der Anti-Baby-Pille kommen. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • Du solltest während Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt auf den Konsum von 25X-NBOMe verzichten. Zu Auswirkungen auf die Gesundheit von Dir und deinem Baby gibt es bisher so gut wie keine Informationen!

 

 

 

 

Substanz:

Alkohol ist eine Substanz, die chemisch als Ethylalkohol bzw. Ethanol bezeichnet wird und durch Vergärung bzw. Destillation aus Früchten bzw. Getreide gewonnen wird. Alkohol ist eine zentralnervös dämpfende Flüssigkeit, die neben dem Einsatz als Genussmittel in zahlreichen Lösungsmitteln, Arzneimitteln und Parfüms Verwendung findet.

Rechtliche Lage:

Die Abgabe alkoholischer Getränke an Jugendliche ist in § 9 des Jugendschutzgesetzes geregelt. Es legt fest, dass Branntwein (Spirituosen) beziehungsweise branntweinhaltige Getränke (z. B. Alkopops) erst an Jugendliche über 18 Jahre abgegeben werden dürfen. Andere Alkoholarten, insbesondere Bier und Wein dürfen bereits an 16jährige abgegeben werden.

Wirkungsweise:

Unmittelbar nach der Einnahme von Alkohol beginnt die Aufnahme ins Blut, denn ein kleiner Teil gelangt über die Mundschleimhaut und die Schleimhaut der Speiseröhre direkt in die Blutbahn. Bis zu 20 Prozent wird über die Magenschleimhaut aufgenommen, der Rest gelangt über den Darm, in erster Linie über den oberen Dünndarm, ins Blut. Rund 90 Prozent des konsumierten Alkohols passiert die Blut-Hirn-Schranke und gelangt ins Gehirn. 30 bis 60 Minuten nach Einnahme erreicht der Alkoholspiegel im Blut seine höchste Konzentration. Die genaue Höhe des Blutalkoholspiegels ist abhängig von: 

  • der konsumierten Menge „reinen Alkohols“,
  • der Aufnahmegeschwindigkeit des Magen- und Darmtraktes,
  • Geschlecht und Körpergewicht,
  • der individuell unterschiedlichen Geschwindigkeit des Alkoholabbaus (im Durchschnitt werden pro Stunde ca. 0,15 Promille abgebaut). 

Konsumform:

Alkohol wird vornehmlich pur oder gemischt getrunken. Auch eine Aufnahme über die Schleimhäute ist möglich. Daneben findet sich Alkohol auch in verschiedenen Nahrungsmitteln und Gerichten.

Erwünschte Wirkungen:

Die Wirkung ist abhängig vom Set (eigene Befindlichkeit) und Setting (äußere Umstände), der eigenen Persönlichkeit und der konsumierten Menge. Geringe Mengen Alkohol bewirken in der Regel ein Gefühl der Entspannung und Heiterkeit, ein allgemeines Wohlbefinden, gesteigerte Kontaktfreude, eine Minderung von Ängsten und den Verlust von Hemmungen.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Bei einem Blutalkoholspiegel von 0,2 bis 1,2 Promille kann es zu Selbstüberschätzung, Enthemmung, Fehleinschätzung von Gefahren, Impulsivität, Aggressivität, Verantwortungslosigkeit sowie Koordinations- und Reaktionsstörungen kommen. Bei einem Blutalkoholspiegel von 1,3 bis ca. 3 Promille können Bewegungen nur noch mit Mühe oder gar nicht mehr koordiniert werden, Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit sind stark gemindert, die Artikulation wird schwierig („Lallen“), es kommt zu visuellen Störungen („Doppelt sehen“) und häufig zu Übelkeit bzw. Erbrechen. Ab ca. 3 Promille kommt es zu Überhitzung oder Unterkühlung und Tiefschlaf, ab 4 Promille können komatöse Zustände oder der Tod eintreten. Der alkoholbedingte Kater am Folgetag wird in aller Regel von Magenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen begleitet.

Langzeitnebenwirkungen:

Bei mehrjährigem, regelmäßigem und intensivem Konsum von Alkohol kann es zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen. Typische Symptome für den körperlichen Entzug sind Zittern, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen und epileptische Anfälle. Psychische Entzugssymptome können Gereiztheit, Angststörungen und depressive Verstimmungen sein, im Extremfall Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Da es sich bei Alkohol um ein Zellgift handelt, sind bei regelmäßigem, starkem Konsum die Schädigung sämtlicher Organe (insbesondere der Leber), Störungen des Nervensystems, der Koordinationsfähigkeit und der Gedächtnisleistung sowie das Auftreten einer alkoholindizierten Demenz möglich. Betroffene weisen häufig deutliche Defizite im abstrakten Denken, beim Problemlösen und in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration auf. Dies kann auch nach jahrelanger Abstinenz festgestellt werden, so dass davon ausgegangen werden muss, dass es sich hierbei um bleibende Schäden handelt. Im sozialen Bereich können chronischer Alkoholkonsum und damit einhergehende Persönlichkeitsveränderungen zu Familien- und Beziehungsproblemen, schwer kontrollierbarer Aggressivität und Problemen in Schule und Beruf führen.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte -  Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • Alkohol & Kokain: Kokain überlagert die Wirkung des Alkohols, so dass die Menge des getrunkenen Alkohols nicht mehr eingeschätzt werden kann und die Gefahr einer Alkoholvergiftung besteht. Wird nach dem Trinken von Alkohol Kokain konsumiert, bildet sich Cocaethylen: Es hemmt, wie Kokain selbst, die Wiederaufnahme von Dopamin und verstärkt so die Wirkung des Kokains auf Vitalfunktionen wie z. B. Atmung und Kreislauf.
  • Alkohol & Amphetamin: Die Alkoholwirkung wird verdeckt und nicht mehr richtig gespürt. Die Gefahr einer Alkoholvergiftung ist erhöht.
  • Alkohol & Cannabis: In Verbindung mit Alkohol kann es zu Übelkeit und Kreislaufversagen kommen. Alkohol überdeckt oder verstärkt die Wirkung von Cannabis.
  • Alkohol & MDMA: Hohe Belastung für Leber und Nieren. Austrocknung des Körpers wird beschleunigt.
  • Alkohol & GHB: Löst starke Übelkeit aus, kann zu einem schnell einsetzenden, komaähnlichen Tiefschlaf führen. Es besteht die akute Gefahr einer Atemdepression und eines Atemstillstandes – Lebensgefahr!
  • Alkohol & Ketamin:  Erhöhtes Risiko einer Atemdepression bzw. Atemlähmung bis hin zum Atemstillstand. Von diesem Mischkonsum ist ebenfalls besonders abzuraten!
  • Alkohol & Tabak: Alkohol ist ein sogenanntes Kokarzinogen, d.h. er verstärkt die krebserregende Wirkung des Tabaks.

  

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche Risiken dennoch zum Konsum von Alkohol entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Wie für die meisten psychoaktiven Substanzen gilt auch für Alkohol, dass er Deine momentane Stimmung verstärken kann. Bei schlechter Stimmung oder bei psychischen Problemen solltest Du auf den Konsum von Alkohol verzichten.
  • Alkohol wirkt schneller und intensiver wenn er auf leeren Magen getrunken wird. Um zu vermeiden schnell betrunken zu sein, solltest Du vor dem Konsum etwas gegessen haben.
  • Bereits ein Blutalkoholwert von 0,5 Promille kann Deine Koordinations- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, deshalb gilt nach Alkoholkonsum: Auto stehen lassen! Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel, ein Taxi oder einigt Euch vor der Party, wer nüchtern bleibt und fährt.
  • Um die unangenehmen Folgen des alkoholbedingten Katers am nächsten Tag zu mildern, solltest Du viel (nichtalkoholische!) Flüssigkeit und leichte, gut verträgliche Speisen zu Dir nehmen.
  • Alkohol kann stark enthemmend und auch aphrodisierend wirken. Beachte deshalb unter dem Einfluss von Alkohol unsere Safer-Sex-Regeln. (Verlinkung)
  • Um die Gefahr einer Abhängigkeit zu mindern, solltest Du ausreichend Konsumpausen einlegen und generell nicht übermäßig viel trinken (nicht mehr als 5 Konsumeinheiten, z.B. 5 Gläser Bier á 0,25l oder 5 Gläser Wein á 0,125l).
  • Setze Dich nach dem Konsum von Alkohol nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

Female Facts : 

  • Frauen erreichen ca. 20% höhere Blutalkoholwerte als Männer, wenn sie bezogen auf das Körpergewicht eine vergleichbare Menge Alkohol getrunken haben. Dieses Phänomen kann durch den höheren Fettgehalt und den geringeren Wasserverteilungsraum des weiblichen Körpers erklärt werden.
  • Frauen verfügen über eine geringere Menge des alkoholabbauenden Enzyms ADH – dieser Umstand führt ebenfalls dazu, dass Frauen im Vergleich eine höhere Blutalkoholkonzentration aufweisen als Männer.
  • In der Schwangerschaft: Alkohol gelangt über die Plazenta in den Organismus des ungeborenen Kindes. Konsum während der Schwangerschaft kann zu Fehl- und Frühgeburten führen sowie vielfältige Fehlentwicklungen und Mangelerscheinungen hervorrufen.
  • In der Stillzeit: Alkohol gelangt über die Muttermilch in den Organismus des Kindes. Du solltest deshalb solange Du Dein Kind stillst, auf den Konsum von Alkohol verzichten.

Substanz:

Amphetamin (Speed, Pep, Schnelles…) ist eine synthetisch hergestellte Substanz, die den Stimulanzien zugerechnet wird. Sie gehört zur Substanzklasse der Amphetamine, der viele weitere psychotrope Substanzen wie etwa Methamphetamin und das in der Natur vorkommende Ephedrin angehören. Amphetamin kommt am Häufigsten als weiß-gelbliches Pulver vor, kann jedoch auch in Pillenform oder als feuchte, nach Fisch riechende Paste erhältlich sein.

Rechtliche Lage:

Da Amphetamin als Wirkstoff in einigen verschreibungspflichtigen Medikamenten (zur Behandlung von ADHS oder Narkolepsie) zum Einsatz kommt, ist es in Anlage III des Betäubungsmittelgesetztes (BtMG) als verkehrs- und verschreibungsfähig aufgeführt.

Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von Amphetamin sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

Amphetamine können über die Schleimhäute, den Magen, durch Inhalation oder Injektion in den Blutkreislauf gelangen. Durch die Fettlöslichkeit des Stoffes passiert er die Blut-Hirn-Schranke rasch und entfaltet im Gehirn seine Wirkung. Es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung der Botenstoffe Noradrenalin (Leistungs- und Stressbewältigungssystem) und Dopamin („Glückshormon“).

Konsumformen:

Die häufigste Form der Einnahme ist das „Sniefen“, d.h. das Ziehen durch die Nase. Reste werden oftmals in das Zahnfleisch gerieben. Ebenfalls möglich ist die orale Einnahme: Dabei wird die Substanz in Zigarettenpapier gewickelt und geschluckt (Bomben). Durch Abbrennen von Speed in einer speziellen Pfeife kann es auch geraucht werden. Verdünnt man es mit einer Lösung kann es auch intravenös gespritzt werden.

Erwünschte Wirkungen:

Zu den erwünschten Wirkungen von Amphetamin zählen unter anderem: Gesteigerte Leistungsfähigkeit, Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit, erhöhtes Selbstvertrauen und Mitteilungsbedürfnis, Euphorie, vermindertes Schmerzempfinden, Unterdrückung von Hunger, Durst und Müdigkeit und gesteigertes sexuelles Verlangen.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Es kann zu Herzrasen, Muskelkrämpfen, Kieferklemme, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und, auf Grund der starken Verengung der Blutgefäße, zum Schrumpfen des Penis und Erektionsstörungen kommen.

Darüber hinaus können Unruhe, Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Paranoia, Nervosität und Schlafstörungen auftreten. Ebenso kann es, häufig in Verbindung mit Alkohol, zu einer Steigerung der Aggressivität kommen.

Langzeitnebenwirkungen:

Bei chronischem Konsum können sich Nebenwirkungen teils massiv verstärken. Aufgrund von Mangelernährung durch Appetitlosigkeit kann es zu einer generellen Schwächung des Immunsystems und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen kommen. Hautentzündungen („Speed-Pickel“), erhöhter Blutdruck, Schlaf- und Kreislaufstörungen, Depressionen, Angstzustände bis hin zu Paranoia können ebenfalls auftreten. Bei andauerndem Konsum besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

  • Amphetamin & Alkohol: Die Alkoholwirkung wird verdeckt und nicht mehr richtig gespürt. Die Gefahr einer Alkoholvergiftung ist erhöht.
  • Amphetamin & Kokain: Sehr hohe Belastung für Herz und Kreislauf, von Zittern und Herzrasen bis  zu lebensbedrohlichen Zuständen (Herzstillstand). Außerdem hebt Kokain einen Teil des Wirkmechanismus von Amphetamin wieder auf, so dass der Mischkonsum hier aus pharmakologischer Sicht wenig Sinn macht.
  • Amphetamin & Cannabis: Kann zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen führen. Auch die Gefahr eines Kreislaufkollapses ist erhöht.
  • Amphetamin & Ecstasy: Durch den unbestimmten Wirkstoffgehalt beider Substanzen kann es zu der Gefahr einer Überdosierung kommen. Der nach Abklingen des Rausches auftretende Kater (Hangover) kann sich deutlich verstärken.

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Amphetamin entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  • Der Wirkstoffgehalt des auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Amphetamins kann sehr stark variieren. Das Risiko einer Überdosierung ist erhöht. Deshalb solltest Du am Anfang niedrig dosieren, um die Wirksamkeit abzuschätzen. Nachlegen kannst Du dann immer noch.
  • Viele UserInnen berichten vom Auftreten einer verstärkten Gesichtsmotorik („Kau-Flash“, „Kieferkirmes“). Um Zähne, Zahnfleisch und Wangen zu schonen, kann das Kauen von Kaugummi helfen.
  • Bei Muskelkrämpfen kann die Einnahme von Magnesium oder Kalzium (als Brausetabletten in jeder Drogerie erhältlich) Linderung verschaffen.
  • Wirkt der Konsum sexuell stimulierend, werden Risiken des ungeschützten Geschlechtsverkehrs möglicherweise nicht mehr bedacht: Bitte beachte deshalb unsere Informationen zum Thema Safer Sex (Verlinkung zu Safer Sex).
  • Anstatt zu Sniefen, schlucke das Speed lieber in kleinen „Bömbchen“ oder Kapseln, um deinen Körper zu schonen.
  • Um einer Austrocknung vorzubeugen, solltest Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen.
  • Achte darauf nach dem Konsum genug zu essen, um Gewichtsverlust vorzubeugen. Es ist wichtig vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen und auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten (z.B. Obst, Michprodukte, Nüsse, usw.).
  • Wenn du zu epileptischen Anfällen neigst solltest du auch auf den Konsum verzichten.
  • Informationen zum Thema Safer Sniffing findest Du hier  
  • Setze Dich nach dem Konsum von Amphetamine nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

Streckmittel:

Das auf dem Schwarzmarkt erhältliche Amphetamin ist nur in den seltensten Fällen rein. Es enthält sehr häufig Streckmittel oder Synthesenebenprodukte. Wir haben die derzeit gängigsten Inhaltsstoffe und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken, nachfolgend aufgelistet:

Koffein:

  • wirkt aufputschend, beschleunigt den Herzschlag und steigert vorübergehend die geistige Leistungsfähigkeit.

  • Gesundheit:
    Mögliche Nebenwirkungen sind Schweißausbrüche, Herzrhythmus-, Wahrnehmungs- und Schlafstörungen, Zittern, Nervosität, Harndrang.
    In Kombination mit Amphetamin verstärkt sich die Wirkung beider Substanzen.

4-Methylamphetamin (4-MeA): 

  • Ist eine Stimulanz und gehört zur Familie der Phenethylamine. Die Wirkung ist laut UserInnen zwischen den Spektren von Amphetamin und MDMA anzusiedeln.
  • Gesundheit:
    Potentielle Nebenwirkungen reichen von Unruhe und Herzrasen bis hin zu einem lebensgefährlichen Serotoninsyndrom.
    Vor allem in Kombination mit Amphetamin und anderen Stimulantien wird eine erhöhte Toxizität vermutet.
    4-MeA ist eine unerforschte Substanz. Über mögliche gesundheitliche Langzeitschäden kann keine verlässliche Aussage getroffen werden. Es ist deshalb vom Konsum dringend abzuraten.
     

Synthesenebenprodukte: 

  • Es handelt sich hierbei hauptsächlich um DPIA, das eine leicht stimulierende Wirkung hat, sowie um Phenylaceton, 4-Methyl-5-phenylpyrimidin und zahlreiche weitere Synthesenebenprodukte.
  • Gesundheit:
    Diese Nebenprodukte sind Verunreinigungen, die sich aus einer unsachgemäßen Synthese von Amphetamin und unsauberen Laborbedingungen ergeben.
    Diese Produkte stehen im Verdacht, toxisch zu wirken. Über Kurz- und Langzeitfolgen ist sehr wenig bekannt. Auf Grund der mäßigen Erkenntnislage ist vom Konsum abzuraten.
     

Female Facts : 

  • Der Konsum von Amphetaminen kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, d.h. dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Bei häufigem Konsum kann es zu einer abgeschwächten oder gar nicht mehr vorhandenen empfängnisverhütenden Wirkung der Anti-Baby-Pille kommen. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • In der Schwangerschaft: Amphetamin gelangt über die Plazenta in den Organismus des ungeborenen Kindes. Konsum während der Schwangerschaft kann zu Fehl- und Frühgeburten führen sowie vielfältige Fehlentwicklungen und Mangelerscheinungen hervorrufen.
  • In der Stillzeit: Amphetamin gelangt über die Muttermilch in den Organismus des Kindes. Darüber hinaus zehrt häufiger Konsum Deinen Körper aus und entzieht ihm wichtige Mineralstoffe und Vitamine, die dann auch in der Muttermilch fehlen – und somit Deinem Kind.

Substanz:

Cannabis ist der Sammelbegriff für Hanfsorten der Gattungen „Cannabis sativa“ und „Cannabis indica“. Die getrockneten, harzhaltigen Blütentrauben und blütennahen, kleinen Blätter der weiblichen Pflanze werden Marihuana (Gras, Weed, Odd…) genannt und nach dem Trocknen konsumiert. Das Harz kann auch extrahiert und zu Haschisch (Dope, Piece, Braunes…) oder Haschischöl weiterverarbeitet werden. Hauptsächlich psychoaktiv ist das Cannabinoid Δ9-Tetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC. Der THC-Gehalt von Cannabisprodukten kann sehr stark variieren, von nahezu 0% bis hin zu 25%, die in intensiv kultiviertem Indoor-Anbau erreicht werden können.

Rechtliche Lage:

In Deutschland fällt der Cannabiswirkstoff THC unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Der Umgang mit Haschisch (-öl) und Marihuana, der Besitz und der Handel stehen unter Strafe. Bei erstmaligem Besitz einer geringen Menge (Eigenbedarf) kann das Gerichtsverfahren eingestellt werden. Dennoch erfolgt eine Meldung an die Führerscheinstelle, die sich negativ auf die Fahrerlaubnis auswirken kann.

Wirkungsweise:

THC wird beim Rauchen über die Lungenschleimhaut und bei oraler Einnahme über die Darmschleimhaut aufgenommen. Im Blutkreislauf wird THC in alle Organe transportiert, auf Grund seiner hohen Fettlöslichkeit sammelt es sich jedoch zu weiten Teilen im Gewebe mit hohem Fettanteil. Im Gehirn dockt es an die – noch weitgehend unerforschten – Cannabinoid-Rezeptoren an. Je nach Art der Einnahme, Reinheitsgrad und Gewöhnung tritt die Wirkung nach 10 – 120 Minuten ein und kann mehrere Stunden anhalten.

Konsumformen:

Cannabis wird am häufigsten geraucht: In Zigarettenpapier gerollt pur (Blunt), gemischt mit Tabak (Joint, Spliff) oder in einer speziellen Wasserpfeife (Bong, Kawumm). Darüber hinaus kann THC auch oral über Lebensmittel eingenommen werden (Kaba, Joghurt…)

Erwünschte Wirkungen:

Abhängig von Dosis, Reinheitsgrad, Gewöhnung, Set und Setting kann der Konsum von Cannabis zu folgendem Wirkungsspektrum führen: Verstärkung des momentanen Gefühlszustandes, Veränderung des Zeitempfindens, Veränderung akustischer, visueller und taktiler Empfindungen und verstärktem Appetit. Stimulierende Effekte (Euphorie, Heiterkeit, Kontaktfähigkeit) treten ebenso auf wie sedierende (Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit).

Kurzzeitnebenwirkungen:

Es kann sein, dass es zu Symptome wie Mundtrockenheit, stark geröteten Augen, Erhöhung der Herzfrequenz, Abfall des Blutdrucks, Senkung des Blutzuckerspiegels, leicht herabgesetzter Körpertemperatur und Reizhusten kommt. Vor allem bei erstmaligem Konsum kann es sein, dass es Dir schwindlig wird, Du Übelkeit verspürst und eventuell auch erbrechen musst. Bei hoher Dosierung können Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps, unangenehme Gefühlsintensivierungen im schlimmsten Fall Paranoia und depressive Verstimmungen auftreten.

Langzeitnebenwirkungen:

Wenn Du häufig und regelmäßig konsumierst besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Wenn Du den Konsum einstellst können anfänglich Symptome wie Schweißausbrüche, Hitze- / Kälteschauer, Appetitlosigkeit und Einschlafstörungen sowie Gereiztheit auftreten. Aktivitätsminderung, Motivations- und Interessenverlust treten bei regelmäßigem Konsum häufig als Langzeitnebenwirkungen auf. Beim Rauchen kommt es zu einer gesteigerten Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Asthma oder Lungenentzündungen. Darüber hinaus können Konzentrations- und Gedächtnisstörungen von verschiedener Intensität auftreten.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • Cannabis & Alkohol: In Verbindung mit Alkohol kann es zu Übelkeit und Kreislaufversagen kommen. Alkohol überdeckt oder verstärkt die Wirkung von Cannabis.
  • Cannabis & Tabak: Nikotin unterdrückt die THC-Wirkung, während THC die Nikotinwirkung steigert. Es kann zu einer Nikotinabhängigkeit kommen.
  • Cannabis & Ecstasy / Cannabis & Amphetamine: Wenn Du Cannabis zum „Runterkommen“ von aufputschenden Substanzen konsumierst, wird Dein Körper stark belastet, das Risiko von Kreislaufzusammenbrüchen ist erhöht. Psychotische Zustände können ausgelöst oder verstärkt werden.
  • Cannabis & Kokain: Da es zum Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck kommt, gehen Menschen mit Herz- oder Kreislauferkrankungen ein hohes Risiko ein.
  • Cannabis & Pilze / Cannabis & LSD: erhöhte Gefahr des Auslösens einer Psychose.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Cannabis entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Da der Konsum von Cannabis Deinen momentanen Gemütszustand erheblich intensivieren kann, solltest Du bei schlechter Laune oder psychischen Problemen auf den Konsum verzichten.
  • Bei einer vorliegenden Herz-Kreislauf-Erkrankung solltest Du aufgrund der gefäßerweiternden Wirkung keine THC-haltigen Produkte konsumieren.
  • Beim Rauchen eines Joints - egal ob als Mischung oder pur- Du setzt Deine Atemorgane einer hohen gesundheitsschädigenden Belastung aus. Verwende nach Möglichkeit Aktivkohle-Filter statt Filter-Tips. Als Alternative kannst Du auch einen Vaporizer (Verdampfer) benutzten – dies ist die schonendste Variante Cannabis zu sich zu nehmen.
  • Beim Bong und Wasserpfeife rauchen: Dies ist die schädlichste Form des Rauchens von Cannabis. Das Wasser filtert keine Schadstoffe! Verwende am besten Bongs mit Doppelköpfchen, in denen Aktiv-Kohle Filter eingesetzt werden können. Denke auch daran Deine Bong regelmäßig mit klarem Wasser zu reinigen und insbesondere das Bongwasser häufig zu wechseln.
  • Purpfeife: Damit kannst Du den Tabakkonsum vermeiden. Nutze auch hier Pfeifen, in denen Du Aktiv-Kohle Filter einsetzen kannst. Reinige Deine Pfeife regelmäßig und benutze ein intaktes Sieb um keine Feststoffe (Ungelöste Stoffe im Wasser) einzuatmen.
  • Durch den Konsum von Cannabis in Lebensmitteln kann man die Gefahren krebserregender Stoffe mindern. Hierbei ist zu beachten, dass die Wirkung beim Essen (Cookies, Joghurt) oder Trinken (Milch, Kaba) im Vergleich zum Rauchen verzögert eintritt und aufgrund des Verdauungsprozesses auch deutlich länger anhalten kann. Deshalb solltest Du nach Möglichkeit niedriger dosieren und nicht nach kurzer Zeit nachlegen.
  • Bei Unwohlsein in Folge von Cannabis-Konsum: Kopf, Nacken und Unterarme kühlen. Am besten in ruhiger Umgebung an die frische Luft gehen.
  • Setze Dich nach dem Konsum von Cannabis nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

 

Female Facts :

 

  • In der Schwangerschaft: THC wird über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben. Ebenso alle in Tabak enthaltenen Schadstoffe, insbesondere Nikotin. Dies kann eine verkürzte Schwangerschaft (ca. 1 Woche), eine Verlängerung der Geburtsperiode und / oder kleinere und untergewichtige Babys zur Folge haben.
  • In der Stillzeit: Da Muttermilch außerordentlich fetthaltig ist, liegt hier eine hohe Konzentration von THC vor, was Auswirkungen auf die motorische Entwicklung (wie etwa die Kontrolle der Muskelbewegung) des Kindes haben kann.
  • Diese Forschungserkenntnisse beziehen sich auf einen regelmäßigen Cannabiskonsum. Welche Auswirkungen es auf das Kind hat, wenn in unregelmäßigen Abständen Joints geraucht werden, kann deshalb schwer oder nicht beurteilt werden. Grundsätzlich gilt: Aus Respekt vor dem Baby solltest Du während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit auf jeglichen Konsum von psychoaktiven Substanzen, egal ob legal oder illegal, verzichten.

Substanz:

Methamphetamin, in Deutschland am bekanntesten unter der Bezeichnung Crystal Meth, ist ein synthetisches Stimulans auf Amphetaminbasis (weitere Szenenamen: Crystal, Yaba, Ice),. Es wird in der Regel aus Pseudoephedrin hergestellt und ist in Pulver- oder kristalliner Form erhältlich, seltener als Tablette oder Kapsel.

Rechtliche Lage:

Crystal Meth unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von Methamphetamin sind in Deutschland verboten und ziehen strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

Durch Crystal Meth werden sowohl das zentrale wie auch das dezentrale Nervensystem stimuliert. Es kommt zu einer erhöhten Ausschüttung der körpereigenen Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin ("Glückshormon“) im Gehirn sowie Adrenalin, welches im Rückenmark freigesetzt wird.

Konsumform:

Crystal Meth wird überwiegend nasal konsumiert („Sniefen“), kann aber auch in Zigarettenpapier eingewickelt („Bomben“) geschluckt, sowie geraucht bzw. verdampft werden. Intravenöser Gebrauch ist möglich, aber wird selten praktiziert.

Der Wirkeintritt beim Sniefen und Rauchen erfolgt nach ca. 3- 10 Minuten, bei oraler Einnahme nach ca. 30 – 45 Minuten, bei intravenösem Konsum nach wenigen Sekunden.. Die Wirkung hält deutlich länger an als dies bei Amphetamin der Fall ist, unter Umständen bis zu 30 Stunden. Je nach Reinheitsgrad kann Crystal bis zu fünffach stärker wirken als Amphetamin (Speed).

Erwünschte Wirkungen:

Methamphetamin bewirkt eine Unterdrückung von Hunger, Durst und Müdigkeit, das Schmerzempfinden ist stark gemindert. Es kommt zu subjektiv gesteigerter Leistungsfähigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit. Bei KonsumentInnen kann ein gesteigerter Rede- und Bewegungsdrang festgestellt werden. Des Weiteren sind typische Wirkungen ein gesteigertes Selbstbewusstsein sowie starke Gefühle von Euphorie und Glück. Crystal Meth kann das sexuelle Verlangen erheblich steigern, sowie die Ausdauer beim Sex erhöhen (wobei es zu Erektionsschwierigkeiten auf Grund verengter Blutgefäße kommen kann).

Kurzzeitnebenwirkungen:

Es kann zu Zittern, Unruhe, Nervosität, Übelkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Hautjucken, Störung des Kurzzeitgedächtnisses sowie Herzrhythmusstörungen und gesteigerter Aggressivität kommen. Darüber hinaus sind zwanghafte motorische Aktivitäten und eine Hypermotorik der Kaumuskulatur („Kieferkirmes“) möglich. Bei nasalem Konsum kommt es zu starkem Brennen an Nasen- sowie Rachenschleimhaut.

Bei hohen Dosierungen sind zusätzlich Schwitzen, Austrocknung des Mund- und Rachenraums, Fieber, Schwindelgefühle, Abfall des Blutdrucks, Angstzustände sowie ein Zusammenbruch möglich. Nach anhaltenden Konsumphasen ohne Konsumpausen kann es zu Sinnestäuschungen (visuelle und akustische Halluzinationen) und Paranoia (akuter psychotischer Zustand) kommen.    

Langzeitnebenwirkungen:

Crystal Meth ist eine stark auszehrende Substanz mit einem sehr hohen psychischen  Abhängigkeitspotential. Bei regelmäßigem Konsum kann es zu Aggressionen, Depressionen, seelischer Kälte und dem starken Verlangen nach erneutem Konsum kommen (Craving). Weitere Nebenwirkungen bei anhaltendem Konsum können sein: Schwächung des Immunsystems und erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Gewichtsverlust, Hautentzündungen („Speed-Pickel“), Zahnausfall, Zersetzen der Nasenschleimhaut (bei nasalem Konsum), Organblutungen, anhaltende Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Paranoia und Psychosen. Darüber hinaus können sich bei regelmäßigem Konsum stereotype Verhaltensweisen, wie beispielswiese zwanghaftes (Auf-)Kratzen der Haut oder „Aufdrücken“ von (Speed-)Pickeln, herausbilden.

Bei regelmäßigem, hoch dosiertem Konsum steigt das Risiko von Hirnblutungen und Schlaganfällen, begleitet von plötzlichen Lähmungserscheinungen. Untersuchungen mit Ratten legen außerdem den Schluss nahe, dass anhaltender Konsum neurotoxisch wirkt (Absterben von Nervenzellen). Lang anhaltender, hochdosierter Konsum kann zu einer tiefgreifenden Veränderung der Persönlichkeit und des Charakters führen. 

Mischkonsum:

Die  Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte -  Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

Crystal Meth & Cannabis: Zunächst verstärkt Cannabis die Wirkung von Crystal Meth, was eine hohe Belastung für deinen Kreislauf darstellt. Ansonsten wirken beide Substanzen praktisch entgegengesetzt. Konsumierst du Cannabis zum „Runter kommen“ vom Crystal-Rausch, besteht die Gefahr, dass der Schlaf-Wach-Rhythmus zunehmend nur mit diesen Substanzen zu regeln ist und sich so eine kombinierte Abhängigkeit von beiden Stoffen entwickelt.

Crystal Meth & MDMA: Crystal Meth mindert die Wirkung von MDMA stark oder kann diese sogar ganz aufheben. Dies kann zu einem schnellen Nachlegen und einer daraus resultierenden Überdosierung mit MDMA führen. Erst nach vier oder mehr Wochen Konsumpause hat sich der Körper in der Regel soweit regeneriert, dass MDMA bei erneutem Konsum wieder eine Wirkung entfalten könnte. Das Herz-Kreislaufsystem ist zudem stark belastet, es kommt zu Flüssigkeitsverlust, eine Überhitzung ist möglich.

Crystal Meth & Alkohol: Die Wirkung des Alkohols ist kaum spürbar, so dass das Risiko einer Alkoholvergiftung besteht. Leber und Niere sind einer außerordentlich hohen Belastung ausgesetzt, der Körper trocknet aus, Wärmestau (krankhafte Überhitzung des Körpers infolge ungenügender Wärmeabgabe, z. B. bei sehr hoher Umgebungstemperatur, ungeeigneter Kleidung, verminderter Schweißabgabe) und daraus resultierend ein Hitzschlag können die Folge sein.

Crystal Meth & Amphetamin: Herzrasen und Schwindelgefühle werden verstärkt, Risiko eines Zusammenbruchs und Überhitzung.

Crystal Meth & Kokain: Diese Kombination ist eine große Belastung für das Herz-Kreislaufsystem. Es kann im Extremfall zu einer Atembeeinträchtigung kommen, die zum Herzstillstand führen kann – Lebensgefahr!

Crystal Meth & Downer (Benzodiazepin etc.): Starke Belastung für den Körper, kann zum Kreislaufzusammenbruch führen.

Crystal Meth & Medikamente: Bei gleichzeitiger Einnahme von Crystal und Beta-Blockern, MAO-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva besteht durch starke Blutdrucksteigerung Lebensgefahr!

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Crystal entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  • Der Wirkstoffgehalt des auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Crystal Meths kann sehr stark variieren, das Risiko einer Überdosierung ist erhöht. Deshalb solltest Du am Anfang niedrig dosieren, um die Wirksamkeit abzuschätzen - nachlegen kannst Du dann immer noch.
  • Je früher Du mit dem Konsum von Crystal Meth beginnst, desto höher ist das Risiko von Entwicklungsbeeinträchtigungen bzw. permanenten Nach- und Nebenwirkungen.
  • Wirkt der Konsum sexuell stimulierend, werden Risiken des ungeschützten Geschlechtsverkehrs möglicherweise nicht mehr bedacht: Bitte beachte deshalb unsere Informationen zum Thema Safer Sex. (Verlinkung zu Safer Sex)
  • Überlege dir vorab, wie lange du wach sein bzw. feiern möchtest. Bedenke, dass jede Party auch zu Ende geht.
  • Bei Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion, Erkrankungen der Leber oder Vorerkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems solltest Du auf den Konsum verzichten. Insbesondere bei Vorschädigungen von Herz- und Kreislaufsystem kann es durch die Kontraktion der Herzkranzgefäße zu verminderter Durchblutung kommen, die daraus resultierende Reduzierung von Sauerstoff im Blut kann in extremen Fällen zum Herzinfarkt führen.
  • Crystal kann psychische Probleme oder Erkrankungen verstärken oder sogar auslösen. Konsumiere deshalb nie, wenn es Dir psychisch nicht gut geht!
  • Achte darauf nach dem Konsum genug zu essen, um Gewichtsverlust vorzubeugen. Es ist wichtig vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen und auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten (z.B. Obst, Milchprodukte, Nüsse usw.). Um einer Austrocknung vorzubeugen, solltest Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen.
  • Konsumierst du sonst Amphetamin (Speed, Pep), solltest du Crystal Meth deutlich geringer dosieren um einer Überdosierung vorzubeugen.
  • Viele UserInnen berichten vom Auftreten einer verstärkten Gesichtsmotorik („Kau-Flash“, „Kieferkirmes“). Um Zähne, Zahnfleisch und Wangen zu schonen, kann das Kauen von Kaugummi helfen.
  • Bei Muskelkrämpfen kann die Einnahme von Magnesium oder Kalzium (als Brausetabletten in jeder Drogerie erhältlich) Linderung verschaffen.
  • Der orale Konsum ist der schonendste Weg Crystal Meth zu konsumieren: Du schonst deine Nase und deine Lunge, wasserunlösliche Streckmittel gelangen nicht in die Blutbahn. Beachte, dass die Wirkung langsamer (nach ca. 30 – 45 Minuten) und sanfter einsetzt als dies bei anderen Konsumformen der Fall ist. Warte ab und leg nicht gleich nach. Die Wirkung kann deutlich länger anhalten, was zu einer stärkeren psychischen Belastung führen kann.
  • Crystal Meth führt vergleichsweise schnell zur Ausbildung einer Toleranz, d.h. Du benötigst eine immer größere Menge um den gewünschten Effekt zu erzielen, gleichzeitig verliert Dein Körper Nährstoff- und Kraftreserven: Wir empfehlen längere Pausen zwischen Konsumtagen (am besten mehrere Wochen), ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung sowie Hygiene und Körperpflege, insbesondere der Zähne, des Zahnfleischs und der Nase. Informationen zum Thema Safer Sniffing findest Du hier – Safer Sniffing
  • Konsumierst Du Crystal Meth intravenös, verwende immer nur dein eigenes, steriles Spritzbesteck um Infektionen und Abszesse zu vermeiden.
  • Wenn Du Crystal rauchst kann es zu Verätzungen der Lungenbläschen und zu Kurzatmigkeit, einhergehend mit einer Verkleinerung des Lungenvolumens kommen. Du solltest häufigen Konsum vermeiden.

Female Facts:

  • Der Konsum von Crystal Meth kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, d.h. dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Bei häufigem Konsum kann es zu einer abgeschwächten oder gar nicht mehr vorhandenen empfängnisverhütenden Wirkung der Anti-Baby-Pille kommen. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • Crystal Meth ist kein geeignetes Diätmittel. Du kannst zwar in kurzer Zeit relativ viel Gewicht verlieren – das geschieht allerdings auf eine äußerst ungesunde Weise (siehe Kurzzeit- bzw. Langzeitnebenwirkungen). Zudem ist nach der Beendigung des Konsums eine Gewichtszunahme praktisch garantiert.
  • In der Schwangerschaft: Crystal Meth gelangt über die Plazenta in den Organismus des ungeborenen Kindes. Dein Baby konsumiert mit! Konsum während der Schwangerschaft kann zu Fehl- und Frühgeburten führen sowie vielfältige Fehlentwicklungen und Mangelerscheinungen hervorrufen.
  • In der Stillzeit: Crystal Meth gelangt über die Muttermilch in den Organismus des Kindes. Darüber hinaus zehrt häufiger Konsum Deinen Körper aus und entzieht ihm wichtige Mineralstoffe und Vitamine, die dann auch in der Muttermilch fehlen – und somit Deinem Kind.

 

 

 

http://drugscouts.de/de/lexikon/crystalmethamphetamin

http://www.partyprojekt-odyssee.de/index.php/substanzinformationen/crystal

Crystal-Meth-Broschüre der Kontaktstelle Jugendsucht- und Drogenberatung der Stadtmission Chemnitz e.V.


Substanz: Ecstasy ist die Bezeichnung für eine Reihe verschiedener Amphetaminderivate. Dies sind Moleküle, die durch kleine Änderungen der chemischen Struktur von Amphetamin abweichen. Während im allgemeinen Sprachgebrauch unter Ecstasy überwiegend das Amphetaminderivat MDMA (Methylen-Dioxy-Methyl-Amphetamin) verstanden wird, werden auf dem Schwarzmarkt auch Derivate mit ähnlicher Wirkung (MDA, MDE, MBDB) als Ecstasy angeboten. Ecstasy wird zumeist als Pille mit verschiedensten Motiven angeboten, kommt aber auch in kristalliner Form vor.

Rechtliche Lage:

MDMA, MDA und MBDB sind in Anlage I des Betäubungsmittelgesetztes (BtMG) als nicht verkehrs- und verschreibungsfähig aufgeführt.

Das bedeutet: Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise: Nach Einnahme dringen die MDMA-Moleküle in die Nervenzellen ein und bewirken eine stark beschleunigte Ausschüttung der körpereigenen Neurotransmitter Serotonin („Glückshormon“) und Noradrenalin (Leistungs- und Stressbewältigungssystem) in die synaptischen Spalten. Darüber hinaus hemmt MDMA deren Wiederaufnahme in die präsynaptischen Nervenzellen. Das Gehirn braucht bis zu vier Wochen, um seinen natürlichen Serotoninspiegel wieder aufzubauen.

Es kommt außerdem zu einer Reduzierung des Hunger- und Durstgefühls und zu einer Erhöhung des Blutdrucks und der Körpertemperatur.

Konsumformen: Ecstasy wird überwiegend oral  eingenommen(Schlucken einer Pille, „Dippen“ von MDMA-Kristallen mit Hilfe angefeuchteter Finger, Auflösen der kristallinen Substanz in Wasser), kann aber auch nasal und rektal konsumiert werden.

Erwünschte Wirkungen: MDMA (sowie MDE und MBDB) wirkt entaktogen, das heißt, die inneren Empfindungen und Wahrnehmungen werden verstärkt, ohne dass die mit den Sinnesorganen registrierten Signale und Reize verändert werden. MDMA wirkt auch empathogen: Die Wahrnehmungsfähigkeit und das Einfühlungsvermögen in die emotionelle Situation anderer Menschen wird gesteigert. Die Bereitschaft zur Kommunikation ist deutlich gesteigert und häufig von Sympathie und Glücksgefühlen begleitet. Es kommt auch zu einer erhöhten Wachheit und Aufmerksamkeit.

Kurzzeitnebenwirkungen: Nach Einnahme kann es zu Schwindelgefühlen, Erhöhung der Herzfrequenz, Anstieg der Körpertemperatur, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Verkrampfen der Kiefermuskulatur und einer Erweiterung der Pupillen kommen. Seh- und Hörvermögen können eingeschränkt bzw. verändert sein. Des Weiteren werden Gefühle von Hunger, Durst und Müdigkeit unterdrückt, es kann zu einer Hyperthermie (Überhitzung) kommen, die im Ernstfall lebensbedrohlich sein kann. Da der Körper bis zu vier Wochen benötigt, um den geleerten Serotoninspiegel im Gehirn wieder aufzufüllen, können nach dem Konsum von Ecstasy (beim „runterkommen“) Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung und depressive Verstimmungen auftreten.

Langzeitnebenwirkungen: Bei lang anhaltendem Gebrauch kann es zur Verstärkung der bereits beschriebenen Nebenwirkungen kommen. Durch niedrige Flüssigkeitszufuhr während des Konsums kann es zu Leber- und Nierenschäden kommen. Bei regelmäßigem Konsum von Ecstasy wird die gewünschte Wirkung immer geringer – es entwickelt sich eine Toleranz. Eine Dosiserhöhung führt zu noch stärkeren negativen Folgen, ohne dass sich die gesuchte Wirkung einstellt. Müdigkeit, Erschöpfung und Depressionen können die Folge sein. Regelmäßiger Konsum kann zu psychischer Abhängigkeit sowie zu anhaltender Müdigkeit und Magenproblemen führen.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • MDMA & Amphetamin: Amphetamin mindert die emphatische Wirkung von MDMA beträchtlich. Bei Mischkonsum über einen längeren Zeitraum werden die Serotonin ausschüttenden Nervenzellen so stark belastet, dass eine länger anhaltende Schädigung des sogenannten serotonergen Systems möglich ist. Ebenso kann es zu einer anhaltenden Störung des Kurzzeit- und Wortgedächtnisses kommen.
  • MDMA & LSD: Diese Kombination wird als Candy- oder Ethnoflip bezeichnet. Bei gleichzeitiger Einnahme wird der LSD-Rausch, im Vergleich zum Monokonsum, durch die hohe Ausschüttung von Serotonin und Dopamin sozialer und euphorischer wahrgenommen. Da die Wirkdauer von LSD (ca. 8 – 12 Stunden) länger ist als die von MDMA (ca. 4 – 6 Stunden), kann die zweite Hälfte des Rausches einen negativen Verlauf nehmen. In diesem Fall wird häufig MDMA nachgelegt,  um die positive Wirkung zu verlängern. Beim Candyflip besteht aufgrund der extremen Serotoninkonzentration im Gehirn die Gefahr einer dauerhaften Veränderung des Serotoninsystems. Darüber hinaus kann es zu Angstzuständen durch starke Halluzinationen, Atembeschwerden, Blutdruck- und Pulsveränderungen sowie eines Anstiegs der Körpertemperatur bis hin zum Hitzschlag oder Zusammenbruch kommen.
  • MDMA & Crystal Meth: Die Ecstasy-Wirkung ist nicht spürbar. Starke Kreislaufbelastung und ein erhöhter Flüssigkeitsverlust können die Folge sein.
  • MDMA & Alkohol: Hohe Belastung für Leber und Nieren. Austrocknung des Körpers wird beschleunigt.
  • MDMA & Kokain: Extreme Belastung für Herz und Kreislauf, Gefahr des Kreislaufkollapses.
  • MDMA & GHB: Kombination führt häufig zu Unwohlsein und Brechreiz. Zudem lösen MDMA und GHB gegensätzliche Reaktionen im Zentralnervensystem aus und mindern jeweils die Wirkung der einzelnen Substanz.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Ecstasy entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Der Wirkstoffgehalt des auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Ecstasys kann sehr stark variieren, das Risiko einer Überdosierung ist erhöht. Deshalb sollte man am Anfang niedrig dosieren, um die Wirksamkeit abschätzen zu können. Zum Testen kannst Du eine ¼ Pille probieren. Nachlegen kannst Du immer noch.
  • Regelmäßig (Mineral-) Wasser, Tee oder milde Säfte trinken, um Austrocknung aufgrund des erhöhten Flüssigkeitsverbrauchs zu verhindern – jedoch nicht mehr als einen halben Liter pro Stunde sonst schwemmst Du wertvolle Mineralien aus.
  • Lege auf Partys Tanzpausen ein und geh an die frische Luft.
  • Vermeide das Tragen einer Kopfbedeckung, da dies die Gefahr einer Überhitzung erhöht.
  •  Nimm Ecstasy nicht direkt nach dem Essen, aber auch nicht auf leerem Magen - es empfiehlt sich, einige Stunden vorher eine leichte, gesunde Mahlzeit einzunehmen.
  • Akzeptiere, wenn die Wirkung zu Ende geht. Permanentes Nachlegen erhöht die Toxizität von MDMA.
  • Lege regelmäßig Konsumpausen ein (mindestens 4−6 Wochen), um Deinen Serotoninhaushalt wiederherzustellen.
  • Wenn Du MDMA nasal konsumierst, beachte die Safer Sniffing-Regeln.  
  •  Falls Du Medikamente nehmen musst, informiere Dich bei Deinem Arzt über mögliche Wechselwirkungen. Bei Einnahme von Psychopharmaka wird vom Konsum von MDMA dringend abgeraten (Gefahr eines Serotoninsyndroms)!
  • Ecstasy kann bei Asthmatikern Asthmaanfälle und bei Epileptikern epileptische Anfälle auslösen.
  • Personen mit Bluthochdruck, Herzproblemen, Schilddrüsenüberfunktion, Leber- und Nierenerkrankungen oder Kreislaufproblemen sollten kein MDMA konsumieren.
  • Beim Dippen (mit Hilfe angefeuchteter Fingern direkter oraler Konsum) ist die aufgenommene Menge für unerfahrene Usern recht schwer abzuschätzen, so dass ohne Erfahrungswerte darauf verzichtet werden sollte.
  • Bei Kieferkrämpfen kannst Du zur Entspannung Deiner Muskulatur Kaugummi kauen. Allgemein kannst Du bei Muskelkrämpfen Magnesium und Calcium zu Dir nehmen.
  • Setze Dich nach dem Konsum von Ecstasy nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

 
Female Facts: 

  • Aufgrund des meist niedrigeren Körpergewichts bei Frauen verursacht die gleiche Dosis Ecstasy eine stärkere Wirkung. Außerdem werden die Nebenwirkungen von Ecstasy durch Östrogene verstärkt. Auch aus diesem Grund solltest Du eine niedrigere Dosis als ein Mann zu Dir nehmen.
  • Der Konsum von Ecstasy kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, d.h. Dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Bei Konsum in den ersten Wochen der Schwangerschaft besteht für den Fötus die Gefahr, dass Herzfehler und andere körperliche Missbildungen auftreten. Bei starkem Konsum während der Schwangerschaft kann es zu schweren Entwicklungsstörungen sowie zu Früh- und Fehlgeburten kommen. Du solltest daher während der Schwangerschaft unbedingt auf den Konsum von Ecstasy verzichten.

Nachweiszeiten

Substanz: Gamma-Hydroxybuttersäure und deren Salz Gamma-Hydroxybutyrat werden unter den Namen GHB oder Liquid Ecstasy (es besteht keinerlei chemische Ähnlichkeit zu Ecstasy [Link]) gehandelt. GHB ist auf dem Schwarzmarkt meist als farblose Flüssigkeit in kleinen Fläschchen erhältlich, seltener als weißes bis gelbliches Pulver. Es hat einen salzigen, seifigen Geschmack, es kann leicht kleberähnlich riechen aber auch weitgehend geruchslos sein.

GBL (Gamma-Butyro-1,4-Lacton) ist chemisch mit GHB verwandt. Es treten die gleichen Wirkungen auf, da GBL im Körper vollständig zu GHB umgewandelt wird. GBL kommt als klare Flüssigkeit vor, es hat einen gummiartigen und leicht stechenden Geruch.

Rechtliche Lage:

GHB/ Liquid Ecstasy ist illegal und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG), Bezüglich GBL ist die Rechtslage nicht eindeutig. Es unterliegt nicht dem BtMG, sondern dem Chemikaliengesetz und der Gefahrenstoffverordnung. Der Besitz ist nicht strafbar. Nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) können jedoch die Abgabe zu Konsumzwecken bzw. die Synthese von GBL zu GHB als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet werden. Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Take übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.

Wirkungsweise: GHB kann mit Hilfe des Monocarboxylat-Transporters die Blut-Hirn-Schranke passieren und im Gehirn am GHB-Rezeptor andocken. Es wird innerhalb weniger Stunden vollständig metabolisiert und größtenteils als CO² (Kohlenstoffdioxyd) abgeatmet, der Rest wird mit dem Urin ausgeschieden.

Konsumform: Sowohl pulverförmiges als auch flüssiges GHB/GBL werden mit Flüssigkeit vermischt und getrunken. Intravenöser Konsum von GHB ist möglich.

Erwünschte Wirkungen: Bei niedriger Dosierung können Euphorie, Entspannung und Beruhigung auftreten, es wirkt stimmungsaufhellend, angstlösend und entaktogen (innere Empfindungen und Wahrnehmungen werden verstärkt). Eine mittlere Dosis kann sexuell anregend wirken, leichte Halluzinationen und eine akustisch verzerrte Wahrnehmung sind möglich, starker Rededrang kann einsetzen. Bei hohen Dosierungen sind die motorischen Fähigkeiten stark eingeschränkt, es kann zum Auftreten starker Halluzinationen und zu einem tiefen, komatösen Schlaf kommen.

Kurzzeitnebenwirkungen: Auftreten können Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe sowie Gleichgewichts- und Gedächtnisstörungen. Bei sehr hohen Dosierungen verschwindet der Lidreflex, es kann zu Brechreiz bei gleichzeitiger Sediertheit kommen.

GHB/ GBL Überdosierungen sind wegen der Gefahr einer Atemdepression und eines möglichen Atemstillstands äußerst gefährlich. Die Gefahr eines Atemstillstandes ist um ein vielfaches höher, wenn Du GHB/ GBL mit anderen dämpfenden Mitteln (z.B. Alkohol) mischst. (Siehe Mischkonsum!!)

Langzeitnebenwirkungen: Bei anhaltendem Konsum können sich die aufgeführten Nebenwirkungen deutlich verstärken. Darüber hinaus können Schlafstörungen, Angstzustände, Zittern, Muskelkrämpfe und gesteigerte Aggressivität auftreten. Dauerhafter Gebrauch kann zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit führen. Die Entzugssymptome werden von UserInnen als besonders schwerwiegend beschrieben (z.B. Schweißausbrüche, Angst-Attacken, steigender Blutdruck und Puls). Bei regelmäßigem Konsum beschreiben UserInnen, dass sie das Bedürfnis haben die Dosen zu erhöhen. Bei täglichem Konsum entsteht eine ausgeprägte Abhängigkeit.

 

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten. 

  • GHB & Alkohol: löst starke Übelkeit aus, kann zu einem schnell einsetzenden, komaähnlichen Tiefschlaf führen. Es besteht die akute Gefahr einer Atemdepression und eines Atemstillstandes – Lebensgefahr!
  • GHB & Opiate: GHB verstärkt die atemdepressive Wirkung der Opiate, es kann zum Atemstillstand kommen.
  • GHB & Ecstasy: Übelkeit und Brechreiz können auftreten.
  • GHB & Ketamin: Da die Wirkspektren der beiden Substanzen sehr verschieden sind (Steigerung bzw. Senkung der körperlichen Empfindsamkeit) ist diese Kombination nicht zu empfehlen. Das Auftreten eines Atemstillstands ist möglich.
  • GHB & Poppers: Da beide Substanzen blutdrucksenkend und atemdepressiv wirken, besteht die Gefahr eines komaähnlichen Tiefschlafs in Kombination mit Atemdepression bis hin zu Atemstillstand.
  • GHB & Viagra: Kann zu Blutunterdruck in Herz, Lunge und Gehirn und dadurch zum Kreislaufzusammenbruch führen.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von GHB/GBL entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Auf dem Schwarzmarkt wird GBL auch als GHB gehandelt. Achte darauf, bei wem Du kaufst und frage nach, was genau Du erhältst. GBL muss niedriger dosiert werden als GHB. Als Anhaltspunkte kann folgendes dienen:
    GHB schmeckt salzig, GBL hat einen chemischen, nicht salzigen Geschmack.
    Gib ein paar Tropfen der Flüssigkeit auf Styropor, Farblacke oder Thermopapier. GBL zersetzt diese Stoffe, GHB nicht.
  • Auf Grund des zumeist unbekannten Wirkstoffgehaltes gilt: Dosiere zunächst niedrig. Nicht gleich nachlegen, wenn die Wirkung nicht direkt eintritt. Dadurch verringerst Du das Risiko einer Überdosierung. Bei Konsum auf leeren Magen generell niedriger dosieren.
  • GHB vor dem Konsum mit Flüssigkeit vermischen. Fruchtsäfte oder Tee eignen sich, um den unangenehmen Geschmack zu überdecken
  • GBL ist eine ätzende Säure und muss deshalb stark verdünnt werden. Das Mischverhältnis sollte mindestens 1:100 betragen, verträglicher ist ein Verhältnis von 1:300. Das Getränk vor dem Konsum umrühren, da sich GBL am Boden absetzt.
  • GHB/GBL nicht mit Alkohol mischen. Auf Grund der atemdepressiven Wirkung ist die Gefahr einer Atemdepression bzw. eines Atemstillstands stark erhöht.
  • GHB/GBL nach Möglichkeit sitzend oder liegend konsumieren. Da massive Gleichgewichtsprobleme auftreten können kann es zu Verletzungen kommen.
  •  Nimm GHB/GBL nur in einer angenehmen Umgebung in guter körperlicher und psychischer Verfassung. Konsumiere nicht allein, da Nebenwirkungen wie Bewusstlosigkeit oder gar Koma auftreten können. Wenn jemand einschläft:
    regelmäßig Puls und Atmung kontrollieren,
    in stabile Seitenlage bringen,
    bei Übelkeit und Erbrechen: Mundhöhle frei räumen, da Erstickungsgefahr besteht,
    bei Atemsillstand oder Unsicherheit über den Zustand der Person: Notarzt rufen.
  • Trinke konsumbegleitend viel Wasser und nimm mineral- und vitaminhaltige Speisen und Getränke zu Dir. 
  • Beim intravenösen Konsum von GHB kann es leicht zu Überdosierungen kommen. Unerfahrene User sollten von dieser Konsumform absehen. GBL darf nicht intravenös konsumiert werden, da es die Venen verätzt!
  • Unter der Bezeichnung „K.O.-Tropfen“ wird GHB/GBL insbesondere in Diskotheken, aber auch auf anderen Veranstaltungen, Personen ohne deren Wissen in ihr Getränk gemixt. Deshalb gilt:
    Lass Dir von Fremden auf Partys möglichst nur verschlossene Getränke mitbringen bzw. ausgeben.
  • Lass Dein Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen.
    Trinke nicht aus Gläsern oder Flaschen, die Dir nicht gehören.
  • Lege öfters Pausen ein, in denen Du Dir und Deinem Köper Ruhe gönnst. Trinke ausreichend nicht alkoholische Getränke, allerdings nicht mehr als 0,5l pro Stunde.
  • Um die Gefahr einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit zu verringern, vermeide den regelmäßigen Konsum.
  • Setze Dich nach dem Konsum von GHB/GBl nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

Female Facts :

  • GHB/GBL kann sexuell stimulierend wirken, Dich aber auch in einen betäubten, hilflosen Zustand versetzen. Es wird immer wieder berichtet, dass Getränke von Frauen mit GHB/GBL versetzt wurden: Nimm keine offenen Getränke von fremden Personen an und lasse Dein eigenes Getränk nie unbeaufsichtigt.
  • Der Konsum von GHB/GBL kann zu Menstruationsbeschwerden und einem gestörten Monatszyklus (unregelmäßige oder ganz ausbleibende Periode) führen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Es ist möglich, dass die empfängnisverhütende Wirkung der Anti-Baby-Pille abgeschwächt wird. Kommt es bis zu vier Stunden nach Einnahme der Pille zum Erbrechen, gelangt unter Umständen zu wenig Wirkstoff in den Blutkreislauf, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. In diesem Fall solltest Du mit Kondomen oder nicht-hormonellen Verhütungsmitteln verhüten.
  • In der Schwangerschaft solltest Du auf den Konsum von GHB/GBL verzichten. Es besteht die Gefahr einer Frühgeburt, da GHB/GBL frühzeitige Wehen auslösen kann.  

Substanz: Ketamin (Keta, Special K, Vitamin K) ist ein Analgetikum (schmerzstillendes Mittel) und Narkosemittel, das überwiegend in der Notfall- und Tiermedizin eingesetzt wird. Es zählt zu den dissoziativen Anästhetika. Reines Ketamin ist ein kristallines, weißes, geruchsloses Pulver mit leicht metallischem, bitterem Geschmack. Im medizinischen Gebrauch liegt es als klare, salzwässrige Lösung vor.

Rechtliche Lage:

In Deutschland gilt Ketamin als verschreibungspflichtiges Medikament. Somit gelten nicht die Maßgaben des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG). Allerdings unterliegt der illegale Handel den Bestimmungen des Arzneimittelgesetztes. Verstöße können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Wirkungsweise: Ketamin beeinflusst den Wirkmechanismus des Neurotransmitters Glutaminsäure, dem wichtigsten erregenden Neurotransmitter im Zentralnervensystem. Es bindet an den spezifischen NMDA-Rezeptor und blockiert dabei dessen Wirkmechanismus. Diese Blockade hat zur Folge, dass die Wahrnehmung und Einordnung von optischen und akustischen Signalen und anderer Sinnesreize nicht mehr in gewohnter Weise erfolgt. Es kann sein, dass Du akustische und optische Reize nur als einzelne nicht zusammenhängende Elemente wahrnimmst.

Zudem hemmt Ketamin die Wiederaufnahme von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Ein komplizierter Übertragungsprozess des Dopamin hat zur Folge, dass der Rausch von Ketamin je nach Dosierung eine euphorische Wirkung auf Dich haben kann.

Konsumform: Ketamin kann oral, nasal, intramuskulär und (seltener) intravenös konsumiert werden.

Erwünschte Wirkungen: Gefühl der Trennung von Körper und Geist, außerkörperliche Erfahrungen (Gefühl der Leichtigkeit, des Schwebens), Schmerzunempfindlichkeit, deutlich veränderte Sinneswahrnehmungen bis hin zu Halluzinationen. Geschmack- und Geruchssinn sind reduziert, Musik wird verzerrt wahrgenommen. Im Ketaminrausch gibt es häufiger „dunkle“ Visionen als beim LSD- oder Pilzrausch.

Kurzzeitnebenwirkungen: Erhöhung von Puls und Blutdruck, Schwindel,  Übelkeit, Erbrechen, Kontrollverlust der Motorik, Erhöhung des Hirndrucks, Sehstörungen, erhöhter Speichelfluss. Bei Überdosierung kann es zu plötzlicher Bewusstlosigkeit, Lähmungen, Krampfanfällen und zum Koma kommen. Ketamin wirkt bereits in geringen Dosen halluzinogen. Viele User berichten, dass sie öfter negativ gefärbte Halluzinationen auf Ketamin erlebt haben als beispielsweise bei LSD. Die Kommunikation erweist sich als schwierig und Emotionen werden weniger wahrgenommen. In Gedanken und Gesprächen geht öfters der rote Faden verloren. UserInnen berichten, dass die Wirkung des Rausches nicht vorhersehbar sei und man immer wieder von der Wirkung überrascht würde.

Langzeitnebenwirkungen: Schon in geringen Dosen lösen dissoziatives Anästhetika Funktionsstörungen in Bereichen des Gehirns aus, die für Gedächtnis, Lernen und Wahrnehmung verantwortlich sind. Je öfters Du Ketamin konsumierst und je höher die Dosen sind, desto bedenklicher sind die negativen Auswirkungen auf Dein Gehirn. Bei lang anhaltendem Konsum können Störungen und Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, neurologische Störungen, Toleranzentwicklung und psychische Abhängigkeit auftreten. Der Konsum von Ketamin kann das Auftreten von Psychosen begünstigen.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • Ketamin & atemdepressiv wirkende Substanzen wie u.a. Alkohol, GHB/GBL, Schlaf- und Beruhigungsmittel: Erhöhtes Risiko einer Atemdepression bzw. Atemlähmung bis hin zum Atemstillstand. Von diesem Mischkonsum ist besonders abzuraten!
  • Ketamin & Stimulantien wie z.B. Amphetamin, Kokain: Enorme Belastung für Herz und Kreislauf. Durch den erhöhten Bewegungsdrang nach Konsum von Stimulantien und der eingeschränkten Motorik und Schmerzunempfindlichkeit kann es zu Verletzungen und Unfällen kommen.
  • Ketamin & MDMA: Bei hoher Ketamindosis Ausprägung der unterschiedlichen Wirkprofile. Die Wirkung wird von Konsumenten als äußerst unangenehm empfunden.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Ketamin entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Wenn Du ängstlich oder unsicher hinsichtlich der Wirkung von Ketamin bist, solltest Du auf den Konsum verzichten, da die Wahrscheinlichkeit eines ‚bad Trips‘ erhöht ist.
  • Wenn Du an einer Depression oder einer anderen psychischen Erkrankung leidest, solltest Du auf den Konsum von Ketamin verzichten.
  • Konsumiere Ketamin nie alleine. Der Konsum sollte im Idealfall in einer reizarmen, vertrauten Umgebung mit ausreichend Platz zum Liegen stattfinden und in Anwesenheit mindestens einer nüchternen Person, die im Notfall in der Lage ist zu helfen.
  • Die Halluzinationen, die durch dissoziative Anästhetika ausgelöst werden können, können intensiver und erschreckender als LSD-Halluzinationen sein. Wenn Du Dich unsicher fühlst, verzichte auf den Konsum.
  • Versuche Dich möglichst wenig zu bewegen. Nicht nur Deine Motorik ist beträchtlich eingeschränkt, durch das verminderte Schmerzempfinden und den Verlust einer Reihe an Reflexen ist das Risiko sich zu verletzen erhöht. Gleichzeitig kannst Du die Schwere einer Verletzung nur bedingt einschätzen und wahrnehmen.
  • Ketamin sollte nicht auf vollen Magen eingenommen werden, da die Gefahr besteht am eigenen Erbrochenen zu ersticken.
  • Während des Rausches sollte nicht gegessen oder getrunken werden, da die Motorik des Mund-Rachen-Raumes gestört ist und es z.B. beim Trinken von Wasser zu einer Verkrampfung des Kehldeckels und daraus resultierend zu Atem- und Herzstillstand kommen kann.
  • Während der Substanzwirkung und für einen Zeitraum von mindestens zwölf Stunden nach Einnahme sollten keine Maschinen bedient und nicht aktiv am Straßenverkehr teilgenommen werden.
  • Setze Dich nach dem Konsum von Ketamin nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

 

Female Facts :

  • Der Konsum von Ketamin kann zu Erbrechen führen. Passiert dies bis zu vier Stunden nach Einnahme der Anti-Baby-Pille kann unter Umständen zu wenig Wirkstoff der Pille in den Blutkreislauf gelangen, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. Deshalb solltest Du Dich mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen.
  • Ketamin gelangt über den Blutkreislauf in Plazenta und Muttermilch und kann zu schweren Schädigungen bei Fötus und Baby führen. Deshalb solltest Du während Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt auf den Konsum von Ketamin verzichten. 

Nachweiszeiten

 

 

Substanz: Kokain (Koks, Coke, Schnee) ist das Hauptalkaloid verschiedener Cocastraucharten und wird zu den Stimulantien gezählt. Es liegt meist als weißliches, kristallines, pulverförmiges Kokainhydrochlorid vor. Es ist geruchslos, schmeckt bitter und wirkt betäubend auf die Schleimhäute.

Rechtliche Lage:

Kokain unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von Kokain sind in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

Kokain bindet im Gehirn an den Dopamin-, Serotonin- und Noradrenalin-Rezeptoren und bewirkt so eine Blockade der präsynaptischen Wiederaufnahme an Dopamin („Glückshormon“)-, Serotonin (Hormon, das Gelassenheit und Zufriedenheit bewirkt )- und Noradrenalin-Nervenzellen (Glücks- und Belohnungssystem). Dies hat zur Folge, dass es zu einer Erhöhung dieser Botenstoffe in den synaptischen Spalten kommt. Dadurch werden die nachgeschalteten Nervenzellen beständig gereizt, was psychisch als Hochgefühl und Stärke erlebt wird.

Konsumform:

Die häufigste Form der Einnahme ist das „Sniefen“, d.h. das Ziehen durch die Nase. Reste werden oftmals in das Zahnfleisch gerieben. Seltener wird Kokainhydrochlorid oral oder intravenös konsumiert. Die freie Base (auch Freebase genannt: Aus Kokainhydrochlorid werden mit Hilfe eines Lösungsmittels, z.B. Äther oder Chloroform, Verschmutzungen herausgewaschen) und das mit Backpulver aus Kokain hergestellte Crack können geraucht werden.

Erwünschte Wirkungen:

Die möglichen Wirkungen von Kokain hängen von Set (eigene Befindlichkeit) und Setting (äußere Umstände), aber auch von der Dosis und der Konsumform ab. Wird Kokain geschnupft, setzt die Wirkung nach wenigen Minuten ein und hält zwischen 30 und 60 Minuten an. Kokain verursacht ein euphorisches Hochgefühl, das von gesteigerter Aufmerksamkeit, Unruhe, Erregung und Bewegungsdrang begleitet wird. KonsumentInnen reden viel und schnell und lassen dabei häufig keinen roten Faden erkennen. Das erhöhte Selbstbewusstsein und die gesteigerte Selbstsicherheit gehen manchmal in Leichtfertigkeit, Risikobereitschaft ohne Nachdenken über mögliche Konsequenzen und arrogante Selbstüberschätzung über. Beim Rauchen der freien Base oder von Crack und auch beim intravenösen Konsum tritt die Wirkung schon nach wenigen Sekunden – und damit deutlich schneller als beim Schnupfen – ein, hält dafür allerdings nur wenige Minuten an.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Der Konsum von Kokain erhöht das Herzinfarktrisiko, kann zu Angst, Unsicherheit, innerer Unruhe und Reizbarkeit bis hin zu gesteigerter Aggressivität führen. Bei sehr hohen Dosierungen können depressive Verstimmungen, Wahnvorstellungen und Angstzustände bis hin zu paranoiden Anfällen auftreten. Bei einer Überdosis kann es zu einer potentiell tödlichen Atemlähmung kommen. Nach Abklingen der Wirkung können teils schwere depressive Verstimmungen und Niedergeschlagenheit auftreten. 

Langzeitnebenwirkungen:

Bei anhaltendem regelmäßigen Konsum können sich die Nebenwirkungen verstärken. Beim nasalen Konsum werden die Nasenschleimhäute und die Nasenscheidewand stark angegriffen, so dass es zu häufigem Nasenbluten und einer Beeinträchtigung oder gar zum Verlust des Geruchssinns kommen kann. Das Rauchen der freien Base kann zu Atemwegserkrankungen führen.  Die Infektionsanfälligkeit ist erhöht, auf Grund mangelnder Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen kann es zu einer generellen Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte kommen. Ebenfalls mögliche Langzeitnebenwirkungen häufigen Konsums sind: Krampfanfälle, Leberschäden, Herzrhythmusstörungen, im Extremfall Herzinfarkt oder Hirnschlag durch in Folge hohen Blutdrucks permanent verengte Gefäße. Depressionen, Wahnvorstellungen - etwa das Gefühl ständig beobachtet oder verfolgt zu werden - und Schizophrenie können langfristige Folgen chronischen Kokainkonsums sein. Außerdem können sogenannte Kokainpsychosen ausgelöst werden: Betroffene leiden unter paranoiden Wahnzuständen, optischen, akustischen oder taktilen Halluzinationen – wie etwa einem starken Stechen oder Kribbeln unter der Haut.

Kokain hat ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential. Die Versuchung, Kokain rasch wieder zu konsumieren, um die erwünschten Wirkungen wie Stärke und Euphorie zu verspüren und den „Leere-Zustand“ der oftmals nach dem Konsum auftritt, aufzulösen, kann zu psychischer Abhängigkeit führen.

Obwohl Kokain als „Sex-Droge“ gilt, führt chronischer Konsum zu einem Rückgang der Libido – das heißt die Lust auf Sex ist deutlich verringert. Darüber hinaus leiden kokainsüchtige Männer oftmals unter Impotenz.

 

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • Kokain & Alkohol: Kokain überlagert die Wirkung des Alkohols, so dass die Menge des getrunkenen Alkohols nicht mehr eingeschätzt werden kann und die Gefahr einer Alkoholvergiftung besteht. Wird nach dem Trinken von Alkohol Kokain konsumiert, bildet sich Cocaethylen: Es hemmt, wie Kokain selbst, die Wiederaufnahme von Dopamin und verstärkt so die Wirkung des Kokains auf Vitalfunktionen wie z. B. Atmung und Kreislauf.
  • Kokain & Stimulantien (z.B. Amphetamin): Sehr hohe Belastung für Herz und Kreislauf, von Zittern und Herzrasen bis zu lebensbedrohlichen Zuständen (Herzstillstand). Außerdem hebt Kokain einen Teil des Wirkmechanismus von Amphetamin wieder auf, so dass der Mischkonsum hier aus pharmakologischer Sicht wenig Sinn macht.
  • Kokain & Cannabis: Führt zu Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Wird Cannabis vor Kokain konsumiert, kann die euphorisierende Wirkung des Kokains verstärkt werden.
  • Kokain & MDMA: Zum Teil hebt Kokain die MDMA-Wirkung auf. Ausgehend vom Set und Setting kann es zu positiven Effekten (sehr harmonisches Rauscherlebnis), laut UserInnen jedoch auch zu Zerrissenheit und Ziellosigkeit im Rausch kommen.


Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Kokain entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Der Wirkstoffgehalt des auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Kokains kann sehr stark variieren, das Risiko einer Überdosierung ist erhöht. Deshalb solltest Du am Anfang niedrig dosieren, um die Wirksamkeit abzuschätzen - nachlegen kannst Du dann immer noch.
  • Bei Asthma, Schilddrüsenüberfunktion, Erkrankungen der Leber oder Vorerkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems solltest Du auf den Konsum verzichten. Insbesondere bei Vorschädigungen von Herz- und Kreislaufsystem kann es durch die Kontraktion der Herzkranzgefäße zu verminderter Durchblutung kommen, die daraus resultierende Reduzierung von Sauerstoff im Blut kann in extremen Fällen zum Herzinfarkt führen.
  • Kokain erhöht die Gefahr der Krampfbereitschaft und stellt daher ein erhöhtes Risiko für Epileptiker dar.
  • Kokain kann psychische Probleme oder Erkrankungen verstärken oder sogar auslösen. Konsumiere deshalb nie, wenn es Dir psychisch nicht gut geht!
  • Wirkt der Konsum sexuell stimulierend, werden Risiken des ungeschützten Geschlechtsverkehrs möglicherweise nicht mehr bedacht: Bitte beachte deshalb unsere Informationen zum Thema Safer Sex. (Verlinkung zu Safer Sex)
  • Kokain hat ein sehr hohes psychisches Abhängigkeitspotential. Du solltest deshalb immer wieder Konsumpausen einlegen und Deinen Konsum hinterfragen.
  • Achte darauf nach dem Konsum genug zu essen, um Gewichtsverlust vorzubeugen. Es ist wichtig vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen und auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten (z.B. Obst, Michprodukte, Nüsse usw.). Um einer Austrocknung vorzubeugen, solltest Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen.
  • Informationen zum Thema Safer Sniffing findest Du hier – Verlinkung zu Safer Sniffing
  • Kokainkonsum kann zu Enthemmung und Selbstüberschätzung führen. Du solltest deshalb besonders darauf achten, Dich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Von Vorteil ist es wenn eine anwesende Person nichts konsumiert, um im Notfall helfen zu können.
  • Bei intravenösem Konsum solltest Du niedriger dosieren und immer nur Dein eigenes Spritzbesteck benutzen, um Infektionen (Hepatitis, HIV) zu vermeiden. Beim Spritzen von Kokain, das mit Lidocain oder Tetracain gestreckt wurde, besteht Lebensgefahr!
  • Intravenöser Konsum ist die schädlichste Methode Kokain zu konsumieren. Die am wenigsten schädliche Konsumform ist das Schnupfen: Die Wirkung setzt allmählich ein und hält länger an, als dies bei anderen Gebrauchsformen der Fall ist.
  • Setze Dich nach dem Konsum von Kokain nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.


Female Facts: 

  • Der Konsum von Kokain kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, das heißt dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Bei häufigem Konsum kann es zu einer abgeschwächten oder gar nicht mehr vorhandenen empfängnisverhütenden Wirkung der Anti-Baby-Pille kommen. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • In der Schwangerschaft: Kokain gelangt über die Plazenta in den Organismus des ungeborenen Kindes. Konsum während der Schwangerschaft kann zu Fehl- und Frühgeburten führen sowie vielfältige Fehlentwicklungen und Mangelerscheinungen hervorrufen. Vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft können Schädigungen aller Organe und des Gewebes auftreten. Häufig kommt es zu Missbildungen der Harn- und Geschlechtsorgane sowie zu neuronalen Schädigungen – krankhaften Veränderungen und Entwicklungsstörungen des Nervensystems. Du solltest deshalb während der Schwangerschaft unbedingt auf den Konsum von Kokain verzichten.
  • In der Stillzeit: Kokain gelangt über die Muttermilch in den Organismus des Kindes. Darüber hinaus zehrt häufiger Konsum Deinen Körper aus und entzieht ihm wichtige Mineralstoffe und Vitamine, die dann auch in der Muttermilch fehlen – und somit Deinem Kind.

Substanz:

Synthetische Cannabinoide sind psychoaktive Substanzen, die die Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC), dem Hauptwirkstoff von Cannabis, nachahmen und meist einer Mischung aus Pflanzenteilen hinzugefügt werden. Sie werden als „Kräutermischungen“, „Räuchermischungen“ oder „Legal Highs“ im Internet verkauft.

Rechtliche Lage:

Die rechtliche Situation synthetischer Cannabinoide änderte sich in den vergangenen Jahren permanent. Da ins Betäubungsmittelgesetz (BtMG) nur einzelne Substanzen, aber keine Stoffgruppen aufgenommen werden, folgten dem Verbot bestimmter synthetischer Cannabinoide immer wieder neue, in der chemischen Struktur leicht veränderte Cannabinoide, die – bis zu ihrer Aufnahme ins BtMG – legal waren. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf für ein Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) vorgelegt, der im Oktober 2016 in Kraft getreten ist und unter anderem die Stoffgruppe der Synthetischen Cannabinoide umfasst.

 

Wirkungsweise:

Synthetische Cannabinoide enthalten zwar kein THC, ahmen aber dessen Wirkung nach, in dem sie sich an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn binden. Im Vergleich mit THC kann die Wirkung bis zu 100-fach stärker sein. Deshalb besteht bei synthetischen Cannabinoiden die Gefahr einer gefährlichen Überdosierung!

Konsumform:

Synthetische Cannabinoide werden in der Regel mit Tabak gemischt und geraucht.

Erwünschte Wirkungen:

Abhängig von Dosis, des tatsächlich enthaltenen Wirkstoffes, Gewöhnung, Set und Setting kann der Konsum von synthetischen Cannabinoiden zu folgendem Wirkungsspektrum führen: Verstärkung des momentanen Gefühlszustandes, Veränderung des Zeitempfindens, Veränderung akustischer, visueller und taktiler Empfindungen bis hin zu leichten Halluzinationen. Stimulierende Effekte (Euphorie, Heiterkeit, Kontaktfähigkeit) treten ebenso auf wie sedierende (Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit).

Kurzzeitnebenwirkungen:

Es kann zu Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Angstzuständen, depressiven Episoden, gesteigerter Aggressivität, Kreislaufproblemen bis hin zur Bewusstlosigkeit, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen kommen. Darüber hinaus kann es nach dem Konsum von Kräutermischungen zu Krampfanfällen, hohem Blutdruck, krankhafter Unruhe, psychotischen und komatösen Zuständen kommen.

Langzeitnebenwirkungen:

Zu den Langzeitfolgen sind uns keine belastbaren, seriösen Informationen bekannt. Wie bei allen psychotropen Substanzen besteht auch bei synthetischen Cannabinoiden die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Stationäre Entgiftungseinrichtungen berichten von teils massiven Entzugserscheinungen, denen durch die Einnahme von starken Medikamenten (z. B. Diazepam) begegnet werden muss. In Europa gab es bereits erste Todesfälle, die auf den Konsum von Kräutermischungen zurückgeführt werden. In Polen mussten im Jahr 2015 ca. 200 Personen stationär behandelt werden, nachdem sie Synthetische Cannabinoide einer legal erhältlichen Kräutermischung konsumiert hatten: https://drugscouts.de/de/pillenwarnung/warnung-vor-der-r%C3%A4uchermischung-mocarz. Im Rahmen des wissenschaftlichen Projekts „Spice II Plus“ der Universität Wien wurde festgestellt, dass Synthetische Cannabinoide möglicherweise Schäden der Erbsubstanz verursachen, die in unmittelbaren Zusammenhang mit Krebserkrankungen stehen. http://www.vol.at/designerdrogen-cannabinoide-schaedigen-moeglicherweise-das-erbgut/4300045

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

Synth. Cannabinoide & Downer: Die zentral dämpfende Wirkung von Downern wird verstärkt, wodurch die Reaktionsfähigkeit nochmals eingeschränkt wird.

Synth. Cannabinoide & Upper:
Kann zu unangenehmen Kreislaufbeschwerden führen. Eine temporäre Verstärkung von Paranoia, Verfolgungswahn und anderen Wahnvorstellungen ist möglich. Ganz allgemein erhöht diese Kombination das Risiko einer Psychose oder anderer psychischer Folgeschäden.

Synth. Cannabinoide & Hallunzinogene:
Die halluzinogene Wirkung wird verstärkt, es besteht ein erhöhtes Risiko für Horrortrips, Kontrollverlust und psychische Folgeschäden.

 

Safer Use:

Der vermeintlich legale Status von synthetischen Cannabinoiden sagt nichts über die gesundheitlichen Risiken aus, die mit dem Konsum einhergehen. Wenn Du dich dennoch zum Konsum entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  • Da der Konsum von synthetischen Cannabinoiden Deinen momentanen Gemütszustand erheblich intensivieren kann, solltest Du bei schlechter Laune auf den Konsum verzichten.
  • Bei psychischen Problemen solltest Du ebenfalls auf den Konsum verzichten.
  • Die Wirkprinzipien vieler synthetischer Cannabinoide sind weitgehend unerforscht. Die (Neben-)Wirkungen entsprechen nicht zwingend denen, die Du vielleicht von Cannabis kennst. Rechne auch mit unerwarteten (Neben-)Wirkungen! Erlebst Du unerwartete (Neben-) Wirkungen, konsumiere nicht weiter.
  • Der Wirkstoffgehalt der verschiedenen erhältlichen Mischungen, auch derselben Marke, kann stark variieren. Dosiere niedrig (deutlich niedriger als Cannabis!) und teste langsam an!
  • Beim Rauchen von synthetischen Cannabinoiden setzt Du deine Atemorgane einer hohen gesundheitsschädigenden Belastung aus. Verwende nach Möglichkeit Aktivkohle-Filter statt Filter-Tips. Es gibt keine Erkenntnisse über eventuelle gesundheitliche Schäden, die durch das Verbrennen und Inhalieren der verwendeten Chemikalien und Lösungsmittel entstehen.
  • Beim Bong und Wasserpfeife rauchen: Dies ist die schädlichste Form des Rauchens von synthetischen Cannabinoiden. Das Wasser filtert keine Schadstoffe! Verwende am besten Bongs mit Doppelköpfchen, in denen Aktiv-Kohle Filter eingesetzt werden können. Denke auch daran deine Bong regelmäßig mit klarem Wasser zu reinigen und insbesondere das Bongwasser häufig zu wechseln.
  • Bei Unwohlsein in Folge von des Konsums: Kopf, Nacken und Unterarme kühlen. Am besten in ruhiger Umgebung an die frische Luft gehen.

Female Facts :

  • In der Schwangerschaft: Die im Tabak enthaltenen Schadstoffe werden über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben. Dein Baby konsumiert mit! Eine verkürzte Schwangerschaft (ca. 1 Woche), eine Verlängerung der Geburtsperiode und / oder kleinere und untergewichtige Babys können die Folge sein
  • Synthetische Cannabinoide und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit sind noch weitgehend unerforscht. Grundsätzlich gilt: Aus Respekt vor dem Baby solltest Du während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit auf jeglichen Konsum von psychoaktiven Substanzen, egal ob legal oder illegal, verzichten.

Substanz:

LSD (Lysergsäurediethylamid) auch bekannt als Trip, Acid oder Pappen ist eine halbsynthetische, halluzinogene Substanz aus der Mutterkorndroge. Sie ist farb-, geschmack- und geruchslos und kommt in Form von Papertrips (Löschpapiere), Mikrotabletten (Mikros), Tabletten oder als Kapseln auf den Markt. Beim Vorgang des Aufträufelns der Substanz auf Löschpapiere oder Tabletten kann es zu starken Dosisschwankungen kommen. Die Wirkungsdauer kann bis zu 12 Stunden anhalten. LSD hat schon in kleinsten Mengen (1Mikrogramm = 1millionstel Gramm) eine extrem hohe Wirksamkeit.

Rechtliche Lage:

LSD fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG).

Das bedeutet: Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

LSD wirkt im Gehirn auf bestimmte Serotoninrezeptoren. Es weist in seiner chemischen Struktur eine große Ähnlichkeit mit dem Neurotransmitter Serotonin auf. Beim Konsum von LSD wird der natürliche Selektionsmechanismus des Gehirns, der den Menschen vor zu vielen und zu intensiven Eindrücken und Wahrnehmungen schützt, gestört. Der Zustand ähnelt dem einer Reizüberflutung. Situationen können dadurch nicht mehr „normal“ erkannt und eingeschätzt werden. Die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt, es werden Wahrnehmungen, Stimmungen und Gedanken intensiviert und verändert wahrgenommen.

Konsumformen:

LSD wird meist in Form von beträufelten Papiertrips, die in der Regel mit Comicfiguren/bildern bedruckt sind sowie als Mikrotabletten (Mikros) oral konsumiert. LSD kann nicht über die Haut aufgenommen werden. Der Wirkstoff-Gehalt unterliegt sehr starken Schwankungen. Durchschnittlich sind in einem Papertrip 80 Mikrogramm LSD enthalten, der Wert kann aber schwanken von 25 bis 250 Mikrogramm (1 Mikrogramm sind 1millionstel Gramm). Mikrotabletten sind höher dosiert und enthalten im Durchschnitt ca. 250 Mikrogramm und mehr LSD. Der Rausch tritt nach 30-60 Minuten ein, kann aber bei vollem Magen auch erst nach bis zu 2 Stunden eintreten. Die Wirkung sowie die Dauer des Rausches hängen sehr stark von der eingenommenen Dosis ab, er kann 6-12 Stunden anhalten.

Erwünschte Wirkungen:

Die Art der Wirkung sowie die Wirkdauer ist stark von der Dosis die Du eingenommen hast, Deiner Person und Deinem psychischen Zustand sowie dem Setting in dem Du konsumierst abhängig.

Während des Trips werden Stimmungen verstärkt und verändert, optische und akustische Wahrnehmungen sowie Geruchs- und Tastwahrnehmungen intensiviert und verfremdet wahrgenommen. Es kann zu sogenannten „Synästhesien“ kommen, das heißt Töne werden in bunten Farben gesehen, Musik erfühlt und Farben geschmeckt und das Zeit-Raum-Gefühl verändert sich. Die veränderte Körperwahrnehmung kann sich in einem leichten Schwebegefühl, Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen bis hin zum Gefühl der völligen Loslösung vom Körper äußern. Durch die starke psychedelische („die Seele offenbarende“) Wirkung von LSD kann es sein, dass tief im Unterbewusstsein verdrängte Erlebnisse und Gefühle wieder aufgedeckt werden und ins Bewusstsein gelangen. Besonders in hohen Dosierungen kann es zu einer zeitweisen Auflösung der eigenen Identität und einem Gefühl, mit allen Dingen eins zu sein, kommen.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Prinzipiell gilt: Wenn Du keine Möglichkeit hast, Deine Substanz testen zu lassen, hast Du auch keine exakten Kenntnisse über die Inhaltsstoffe und den Wirkstoffgehalt der Substanz. Gerade bei der extrem hohen Wirksamkeit von LSD stellt dies ein unkalkulierbares Risiko für Dich dar.

Bei Beginn des Rausches kommt es oft zu einer erhöhten Pulsfrequenz, einem erhöhten Blutdruck, Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel. Die Pupillen werden erweitert. Des Weiteren kann es sein, dass es Dir zu Beginn schwindelig wird und Du dich benommen fühlst. Die bereits beschriebenen Wahrnehmungsveränderungen können als beängstigend empfunden werden. Manchen UserInnen fällt es schwer mit den Halluzinationen zu Recht zu kommen und / oder diese zu verarbeiten.

Es kann vorkommen, dass Du das Gefühl hast, dass sich Gegenstände bewegen oder der Boden sich uneben anfühlt, dies kann Ängste und Gleichgewichtsprobleme auslösen. Seltener kann es Tage oder noch Wochen nach der Einnahme von LSD zu einem kurzen, erneuten Auftreten von Sinnestäuschungen oder unvermuteten Gefühlsschwankungen – sogenannten Flashbacks oder Nachhall-Psychosen – kommen.

Langzeitnebenwirkungen:

Wenn LSD regelmäßig und über einen langen Zeitraum konsumiert wird, kommt es zu einer körperlichen Toleranzbildung. Das bedeutet, dass die Dosis erhöht werden muss, um ähnliche intensive Eindrücke wieder zu erleben. Die intensiven Wirkungen von LSD können bei längerem Konsum zu bleibenden Änderungen der Selbstwahrnehmung und der Persönlichkeit führen. LSD kann psychische Erkrankungen wie Depressionen und Schizophrenie oder ähnliche Erkrankungen auslösen – insbesondere bei häufigem Konsum – und bei dafür leicht anfälligen Personen. Wer für psychischen Erkrankungen anfällig ist, kann im Vorhinein nicht so einfach festgestellt werden.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.
 

  • LSD & psychoaktive Pilze: Bei dieser Form des Mischkonsums sind vor allem in den ersten Stunden die Halluzinationen stärker und möglicherweise dadurch schwerer zu verarbeiten. Zusätzlich erhöht sich die Belastung für das Herz- Kreislaufsystem. Wenn Du häufig LSD in Kombination mit Pilzen konsumierst, reagiert Dein Organismus für einige Tage mit Toleranz. Bedeutet: die Dosis müsste gesteigert werden um Effekte in gewohnter Intensität zu spüren. 
  • LSD & MDMA: Diese Kombination wird als Candy- oder Ethnoflip bezeichnet. Bei gleichzeitiger Einnahme wird der LSD-Rausch, im Vergleich zum Monokonsum, durch die hohe Ausschüttung von Serotonin und Dopamin sozialer und euphorischer wahrgenommen. Da die Wirkdauer von LSD (ca. 8 – 12 Stunden) länger ist als die von MDMA (ca. 4 – 6 Stunden), kann die zweite Hälfte des Rausches einen negativen Verlauf nehmen. In diesem Fall wird häufig MDMA nachgelegt , um die positive Wirkung zu verlängern. Beim Candyflip besteht aufgrund der extremen Serotoninkonzentration im Gehirn die Gefahr einer dauerhaften Veränderung des Serotoninsystems. Darüber hinaus kann es zu Angstzuständen durch starke Halluzinationen, Atembeschwerden, Blutdruck- und Pulsveränderungen sowie eines Anstiegs der Körpertemperatur bis hin zum Hitzschlag oder Zusammenbruch kommen.
  • LSD & Cannabis: Wenn Du Cannabis zum „Runterrauchen“ von LSD nutzt kann es sein, dass die LSD Wirkung wieder einsetzt. Es kann zu heftigen Halluzinationen, Angst und Unsicherheit kommen. Der Hangover wird dadurch verstärkt.
  • LSD & Stimulanzien: Das ist eine eher unübliche Kombination. Von vielen UserInnen wird die Mischung als sehr unangenehm empfunden. Der Trip kann in eine unerwartete Richtung abdriften.

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von LSD entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Wenn Du LSD nimmst, solltest Du auf ein günstiges Setting achten. Das bedeutet: Bereite Dich gut vor, achte auf ein Umfeld indem Du Dich wohlfühlst und konsumiere nur im Beisein von Freunden, die erfahren im Umgang mit LSD sind.
  • Wenn Du Angst hast oder Dir unsicher bist, ob Du konsumieren willst, verzichte lieber auf den Konsum von Halluzinogenen. Deine Angst kann den Trip auf eine unangenehme Weise verstärken und schwerer steuerbar machen. Das Risiko für „bad trips“ wird erhöht.
  • Wenn Du an einer Depression oder einer anderen psychischen Erkrankung leidest, solltest Du auf den Konsum von LSD verzichten.
  • Des Weiteren solltest Du bei Epilepsie auf den Konsum von LSD verzichten, da verstärkt Anfälle ausgelöst werden können.
  • Da der LSD Trip lang anhalten kann, solltest Du vorher eine leichte Mahlzeit zu Dir nehmen. Schau auch, dass Du noch was zum Essen in Deiner Nähe hast.
  • Da der Wirkstoffgehalt bei Halluzinogenen kaum einschätzbar ist, solltest Du eine kleine Dosis antesten und mindestens 1½ Stunden warten. Nachlegen kannst Du immer noch. Wenn Dein Magen voll ist, kann es noch länger dauern bis Du etwas von der Wirkung merkst.
  • Bei Bad Trips kann Orangensaft oder Traubenzucker helfen. UserInnen berichten, dass dadurch der Trip wieder steuerbarer wird.
  • Während des LSD Trips kann es zu einschneidenden, verwirrenden oder verunsichernden Erfahrungen kommen. Nimm Dir Zeit, um die Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. Dafür solltest Du Dir Ruhe gönnen.
  • Achte auf mehrwöchige Abstände zwischen den Rausch-Erfahrungen!
  • Meide auf LSD Straßen und andere “gefährliche” Orte.
  • Setze Dich nach dem Konsum von LSD nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

   

Female Facts: 

  • LSD kann starke Regelschmerzen hervorrufen. Verzichte daher während Deiner Menstruation lieber auf den Konsum.
  • Der Hormonhaushalt wird beeinflusst und kann durcheinander gebracht werden. Wenn Du die Anti-Baby-Pille nimmst, kann die empfängnisverhütende Wirkung abgeschwächt werden – achte darauf Kondome zu benutzen!
  • Wenn Du vom LSD Konsum erbrechen musst: Bis zu vier Stunden nach Einnahme der Anti-Baby-Pille gelangt eventuell zu wenig Wirkstoff in den Blutkreislauf, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. Auch hier gilt: Benutze Kondome!
  • Schwangere sollten kein LSD konsumieren, da das Risiko von Früh- oder Fehlgeburten besteht. LSD kann vorzeitige Wehen auslösen!

Nachweiszeiten

Substanz:

Meskalin (3,4,5-Trimethoxyphenylethylamin) gehört zur Stoffgruppe der Phenylethylamine. Es handelt sich um einen Naturstoff, der in verschiedenen Kakteenarten (Peyote, Peruanischer Stangenkaktus, San Pedro) vorkommt und mittels Extraktion gewonnen wird. Daneben gibt es auch synthetisches Meskalin, welches in Pulverform erhältlich ist.

Rechtliche Lage:

Meskalin ist in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgeführt. Somit sind Erwerb, Besitz, Verkauf usw. verboten und ziehen strafrechtliche Konsequenzen nach sich. Der Besitz des lebenden Peyote-Kaktus sowie der Kakteen der Gattung Echinopsis ist jedoch erlaubt und grundsätzlich straffrei. Handel und Besitz zubereiteter Pflanzenteile zur Verwendung als Rauschmittel unterliegt dagegen wieder den Bestimmungen des BtMG.

Wirkungsweise:

 Die Wirkung ist unter anderem abhängig von Set & Setting, Art des Meskalins, verwendeter Kaktussorte und der Gewöhnung des Konsumenten.

Der Wirkstoffgehalt des Meskalins in den Kakteen ist auch abhängig von Alter, Wachstums- bzw. Zuchtort und unterliegt in der Natur starken Schwankungen. Bei synthetischem Meskalin schwankt der Wirkstoffgehalt ebenfalls stark.

 Konsumform:

Die meskalinhaltigen Kakteen werden in dünne Scheiben geschnitten und in frischem oder getrockneten Zustand, idealerweise auf nüchternen Magen, gegessen oder mit heißem Wasser zu einem Tee aufgegossen und getrunken. Aufgrund des extrem bitteren Geschmacks des San Pedro-Kaktus wird dessen Rinde häufig zu einem feinen Pulver gemahlen.

Synthetisches Meskalin, das in Pulverform vorliegt, kann oral oder nasal konsumiert werden. Beachte bei nasalem Konsum unsere Safer-Sniffing-Tips.

 Erwünschte Wirkungen:

Der Meskalinrausch wird als psychedelisch-visionärer, ekstatischer, von Glücksgefühlen begleiteter Zustand beschrieben. Es kommt zu einer deutlichen Veränderung sämtlicher Sinne: Sehen und Hören sind stark beeinflusst, vor allem das Farbsehen wird stark intensiviert. Zeitsinn und räumliche Wahrnehmung sind ebenfalls deutlich verändert. Niedrige Meskalindosen können leicht aphrodisierend wirken. KonsumentInnen berichten, dass der Meskalinrausch mit dem von LSD vergleichbar sei.

 Kurzzeitnebenwirkungen:

Der bittere Geschmack der Kakteen führt zu Beginn meist zu Übelkeit und teilweise zu Erbrechen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind zunächst Mundtrockenheit, dann erhöhter Speichelfluss, Pupillenvergrößerung, unangenehme Veränderungen der Körpertemperatur (Schwitzen, Frieren), Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen,  verringertes Hungergefühl während der Wirkung, danach oftmals Heißhunger auf Süßigkeiten, Kopfschmerzen am nächsten Morgen; Angst bzw. Angstphasen (vor allem beim Wirkungseintritt), Horrortrips und Panikzustände kommen häufiger vor.

 Langzeitnebenwirkungen:

Meskalin kann, wie alle Halluzinogene, zu einer psychischen Abhängigkeit und zur Auslösung latenter Psychosen führen. Es gibt keine Hinweise für eine körperliche Abhängigkeit. Meskalin bildet schnell eine Toleranz im Körper aus, so dass längere Pausen zwischen dem Konsum erfolgen sollten. Meskalin besitzt darüber hinaus eine Kreuztoleranz für LSD und Psilocybin, d.h. wenn Meskalin nicht mehr wirkt, entfalten auch konsumiertes LSD oder Psylocibin keine Wirkung.

 Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

Meskalin & Alkohol: Führt häufig zu Erbrechen und Übelkeit.

Meskalin & Halluzinogene (z.B. LSD, Pilze): Die halluzinogenen Wirkungen der einzelnen Substanzen können sich gegenseitig überlagern oder intensivieren, der Trip kann unberechenbar und somit schwer zu steuern sein. Auch das Risiko eines sogenannten Bad-Trips („Horrortrip“) ist erhöht. Unerfahrene UserInnen sollten diese Kombination meiden.

Meskalin & MAO-Hemmer: Bei gleichzeitiger Einnahme von Meskalin und MAO-Hemmern, die u.a. in einigen Antidepressiva, Johanniskraut oder Muskatnuss enthalten sind, kann es zu einer unkontrollierbaren Verstärkung und Verlängerung des Trips führen. Es kann zu einem lebensbedrohlichen Serotoninsyndrom kommen.

 Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Meskalin entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  •  Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen sollten kein Meskalin konsumieren
  • Der Meskalin-Trip ist sehr von Deinem psychischen und körperlichen Zustand (Set) sowie von den Rahmenbedingungen des Konsums (Setting) abhängig: Konsumiere nie wenn du Angst vor der Wirkung hast oder schlecht drauf bist! Aufgrund der halluzinogenen Wirkung solltest Du eine reizarme, dir vertraute Umgebung für deinen Trip wählen.
  • „Bad Trips“ und Panikzustände sind keine Seltenheit. Vor allem unerfahrene KonsumentInnen sollten nach Möglichkeit im Beisein einer nüchternen, erfahrenen Vertrauensperson („Tripsitter“) konsumieren.
  • Nimm Meskalin nicht auf vollen Magen ein. Aufgrund von Übelkeit und Erbrechen besteht die Gefahr an Erbrochenem zu ersticken – eine nüchterne Begleitung kann in diesem Falle lebensrettend eingreifen! Passe die Dosis deinem Körpergewicht an: Die mittlere wirksame Dosis liegt bei ca. 3 – 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht!
  • Bei Kreislaufbeschwerden kann Traubenzucker helfen. Ein „Bad Trip“ kann (muss aber nicht) durch die Einnahme von Glutaminsäure unterbrochen werden. Glutaminsäure ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
  • Während des Meskalin-Trips kann es zu einschneidenden, verwirrenden oder verunsichernden Erfahrungen kommen. Nimm Dir Zeit, um die Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. Dafür solltest Du Dir Ruhe gönnen.
  • Konsumierst du synthetisches Meskalin nasal, beachte unsere Safer-Sniffing-Tipps (LINK)
  • Achte auf mehrwöchige Abstände zwischen den Rausch-Erfahrungen! Meskalin baut schnell eine Toleranz im Körper auf. Das bedeutet, dass sich dein Körper an die Substanz gewöhnt und Du immer höhere Dosen brauchst um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Darüber hinaus hat Meskalin auch eine Kreuztoleranz mit anderen Halluzinogen.
  • Nimm nach dem Konsum von Meskalin nicht am Straßenverkehr teil, auch nicht als Fußgänger. Aufgrund der halluzinogenen Wirkung und der eingeschränkten Steuerungsfähigkeit kann es für Dich zu unerwarteten und gefährlichen Situationen kommen.

 

 Female Facts:

 

  •        Der Konsum von Meskalin kann Erbrechen hervorrufen. Passiert das bis zu 4 h nach Einnahme der Anti-Baby-Pille, kann unter Umständen zu wenig Wirkstoff der Pille in den Blutkreislauf gelangen, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. Benutze deshalb Kondome oder andere nicht-hormonelle Verhütungsmittel um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern!
  •         Meskalin gelangt in Plazenta und Muttermilch und somit in den Körper deines (ungeborenen) Kindes.      Schädigungen des Un- bzw. Neugeborenen können auftreten. Du solltest während Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt auf den Konsum von Meskalin verzichten!

Substanz:

Unter dem Begriff Neue psychoaktive Substanzen (NPS) wird eine Vielzahl von Substanzen zusammengefasst, die meist im Rahmen von chemischer oder pharmazeutischer Forschung hergestellt wurden und werden bzw. dabei als Nebenprodukt anfallen (weitere Bezeichnungen: Research Chemicals, Legal Highs, Badesalze). Es handelt sich größtenteils um Stoffe, deren molekulare Struktur der von bereits vorhandenen, überwiegend illegalisierten, Substanzen ähnelt oder Substanzen mit vollkommen neuen chemischen Strukturen, deren Wirkung aber denen bereits existierender, überwiegend illegalisierter Substanzen, gleicht.

Rechtliche Lage:

Mit jeder Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften werden neue Substanzen in das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) aufgenommen. In der Vergangenheit handelte es sich dabei überwiegend um NPS. Eine Liste der bisher aufgenommenen Substanzen findest du hier. NPS wurden auch im Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG) oder im Arzneimittelgesetz (AMG) aufgeführt. Der Europäische Gerichtshof hat jedoch entschieden, dass das „Inverkehrbringen von NPS, die nicht im BtMG enthalten sind, keinen Verstoß gegen das AMG darstellt. Der Umgang mit NPS war weitgehend unreguliert. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf für ein Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) vorgelegt, der im Oktober 2016 in Kraft getreten ist.

Die beiden Stoffgruppen von NPS, die dem Verbot unterliegen, sind in der Anlage des Gesetzes aufgeführt:

 

Noch sind jedoch eine Vielzahl von NPS nirgends gelistet und können legal, meist über das Internet (oftmals als „Badesalze“ und mit dem Hinweis, dass die angebotene Substanz nicht für die Verwendung an „Mensch oder Tier“ bestimmt sei oder auch als Liquid-Lösung für die E-Zigarette sowie als Kräutermischungen (Synthetische Cannabinoide) bezogen werden.

Auch der Kauf bzw. Verkauf einer legalen NPS kann strafrechtliche Konsequenzen haben, wenn die Substanz beispielsweise als Ecstasypille angeboten oder, im Glauben es handle sich um eine verbotene Substanz, erworben wurde.

Autofahren unter dem Einfluss von, auch legalen, NPS kann straf- und/oder ordnungsrechtliche Konsequenzen haben. In §316 StGB ist von „anderer berauschender Mittel“ die Rede – es wird keine Unterscheidung zwischen legalen oder illegalen Substanzen vorgenommen.

Wirkungsweise:

Die Vielzahl der verschiedenen NPS unterscheiden sich in Wirkung, Wirkdauer und auftretenden Nebenwirkungen erheblich. Die fünf wichtigsten Klassen von NPS sind folgende:

-       Cannabinoide: NPS, die die Wirkung des natürlichen THC, des psychoaktiven Hauptwirkstoffs von Cannabis (Link), nachahmen. Diese sind häufig Bestandteil sogenannter „Kräutermischungen“ 

-       Stimulantien: NPS mit stimulierender Wirkung kommen aus einer Vielzahl verschiedener chemischer Gruppen, wobei die Hauptvertreter die Amphetamine (Link) und Cathinone bilden: Die beiden Gruppen und deren Derivate unterscheiden sich lediglich durch ein Sauerstoff-Atom an einer bestimmten Stelle der Struktur: Ohne Sauerstoff-Atom ist die Substanz ein Amphetamin, mit Sauerstoff-Atom handelt es sich um ein Cathinon. Die verbreitetsten NPS aus der Gruppe der Cathinone sind Mephedron (4-MMC) und Methylon.

-       Psychedelika: Wie auch bei den Stimulantien decken die Psychedelika eine große Bandbreite verschiedener chemischer Gruppen und Klassen ab: Die zwei wichtigsten Gruppen bilden die ß-Phenethylamine (z.B. 2C-B (Link), 2C-D) und die Tryptamine (z.B. LSD (Link), DMT)

-       Dissoziativa: Mit die bekanntesten Substanzen aus der Klasse der dissoziativen NPS sind Phencyclidin (PCP) und Ketamin (Link). Wie auch bei den zuvor beschriebenen NPS können durch die Veränderung einzelner Atome neue Substanzen kreiert werden. Zu erwähnen wäre hier Methoxetamin (MXE), ein Ketamin-Derivat.

-       Benzodiazepine: Hier handelt es sich meist um Medikamente, die normalerweise zur Muskelentspannung, gegen Schlafprobleme und bei Angststörungen ärztlich verschrieben werden. In dieser Klasse gibt es eine Vielzahl von Substanzen, die nie auf den – offiziellen - Markt kamen oder aber nur in bestimmten Ländern Verwendung finden und deshalb von der deutschen Gesetzgebung nicht erfasst werden. 

Konsumform:

NPS können als Pulver, Kristalle, in Tabletten- oder Pillenform, als „Kräutermischungen“ (LINK) oder als Lösungen vorkommen. Die Konsumformen unterscheiden sich deshalb je nachdem in welcher Form die Substanz vorliegt. NPS unterscheiden sich in der Höhe der Dosierung sehr stark. Manche Substanzen sind schon im Milligramm-Bereich lebensgefährlich, andere haben eine sehr viel höhere Wirkdosis. Je nach Herstellungsprozess können NPS in verschiedenen chemischen Formen (z.B. als Base oder Salze) vorkommen und sich in ihrer Wirkdosis deutlich unterscheiden. Es besteht Lebensgefahr!

Kurzzeitnebenwirkungen:

Zum Teil treten die Nebenwirkungen auf, die für die Substanzen typisch sind deren Wirkung von den NPS imitiert wird – zum Teil treten jedoch für UserInnen völlig unerwartete und heftige Nebenwirkungen auf. Beachte unbedingt die Safer-Use-Hinweise für NPS.

Langzeitnebenwirkungen:

Da die auf dem Markt erhältlichen NPS weitgehend unerforscht sind, gibt es keine wissenschaftlich fundierten Aussagen über langfristige Nebenwirkungen!

Mischkonsum:

Die  Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte -  Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wegen der unvorhersehbaren und weitgehend unbekannten Wechselwirkungen von NPS raten wir dringend von Mischkonsum ab!

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und etwaige strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von NPS entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten:

  • Der (vermeintlich) legale Status von NPS wiegt UserInnen häufig in falscher Sicherheit. Auch bei legaler Produktion können (Synthese-) Fehler auftreten und Substanzen von Produzenten oder Händlern mit unbekannten und von Dir nicht erwarteten Substanzen verunreinigt werden.
  • In Online-Shops verkaufte NPS können falsch beschriftet sein und nicht die von Dir erwartete Substanz erhalten! Sei beim Kauf im Internet deshalb besonders vorsichtig! Theoretisch besteht die Möglichkeit eine „unbekannte Substanz“ auf ihre Inhaltsstoffe in einer Apotheke untersuchen zu lassen. Die Kosten musst Du selbst tragen. Ob es in Deiner Nähe eine Apotheke gibt, die Dir weiter helfen kann, kannst Du im Internet herausfinden.
  • Die passende Dosierung kann je nach Substanz und Konsumform sehr unterschiedlich sein (Mikrogramm-Bereich!). Du solltest Dich vor dem Konsum unbedingt so genau wie möglich über die Substanz, ihre Wirkung, bekannte Nebenwirkungen und die geeignete Dosis informieren.
  • Passe die Dosierung deinem Körpergewicht an. Verwende nach Möglichkeit eine Feinwaage, Dosierungen nach „Augenmaß“ können bei NPS gefährliche Auswirkungen auf deine Gesundheit haben. Dosiere immer zuerst niedrig an – nachlegen kannst Du immer noch!
  • Konsumiere in einer Dir angenehmen Umgebung. Konsumiere nach Möglichkeit nicht allein, da unerwartete Nebenwirkungen auftreten können. Achte darauf, dass jemand in deiner Nähe ist der über deinen Konsum Bescheid weiß und im Notfall Hilfe holen kann.
  • Beachte beim nasalen Konsum von NPS unsere Safer-Sniffing (Link) Hinweise!
  • Wirkt der Konsum sexuell stimulierend, werden Risiken des ungeschützten Geschlechtsverkehrs möglicherweise nicht mehr bedacht: Bitte beachte deshalb unsere Informationen zum Thema Safer Sex (Link).
  • Bei psychischen oder körperlichen (z.B. Leber- und Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme) Erkrankungen solltest du auf den Konsum von NPS verzichten.

 

Female Facts :

  • Der Konsum von NPS kann eine Veränderung Deines Hormonhaushalts bewirken, d.h. dein Monatszyklus kann gestört werden (unregelmäßige oder ausbleibende Periode) – dennoch kannst Du schwanger werden.
  • Beim Konsum von NPS kann es zu einer abgeschwächten oder gar nicht mehr vorhandenen empfängnisverhütenden Wirkung der Anti-Baby-Pille kommen. Deshalb solltest Du Dich vor einer ungewollten Schwangerschaft mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln schützen.
  • Von einigen NPS ist bekannt, dass eine gebärmutterstimulierende Wirkung haben und Frühgeburten auslösen können.
  • Du solltest während Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt auf den Konsum von NPS verzichten. Zu Auswirkungen auf die Gesundheit von Dir und deinem Baby gibt es bisher so gut wie keine Informationen!

Substanz:

Bestimme Pilzarten, auch bekannt als Magic Mushrooms, Zauberpilze oder Psilos gehören zur Gruppe der Halluzinogene. Die chemischen Substanzen Psilocybin bzw. Psilocin rufen im zentralen Nervensystem (Pseudo-)Halluzinationen hervor. Diese Substanzen kommen in mind. 15 verschiedenen Pilzarten der Gattung Psilocybe, Panaeolus und Conocybe vor. Der Wirkstoffgehalt der Pilze variiert stark, sowohl innerhalb einer als auch zwischen den Arten. Außerdem ist der Wirkstoffgehalt von nur schwer bestimmbaren Umständen wie Fundort und Klima abhängig. Ab einer Dosis von etwa 3-7mg Psilocybin oder Psilocin treten erste Wahrnehmungsveränderungen auf. UserInnen berichten von durchschnittlichen Mengen von ca. 10 mg, was 5 – 10g frischer oder 1g getrockneter Pilze gleich kommt.

Rechtliche Lage:

Magic Mushrooms fallen unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG).

Das bedeutet: Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz sind ohne Genehmigung in Deutschland verboten und ziehen in der Regel strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Wirkungsweise:

Die Wirkungsweise gleicht der von LSD (Link) sehr stark. Rund ¼ der Pilz-Dosis wird unverändert ausgeschieden, der Rest innerhalb von acht Stunden zu 80-90% metabolisiert (umgewandelt). Ein kleiner Teil bleibt über eine Woche im Körper zurück. Aus diesem Grund bildet sich eine Toleranz und die Rauschwirkung bleibt aus, wenn innerhalb einer Woche nach Konsum erneut konsumiert wird.

Konsumformen:

Pilze werden meist in getrockneter Form oder frisch oral konsumiert. Nach ca. 30 Minuten setzt die halluzinogene Wirkung ein. Der Trip erreicht nach ca. 2 Stunden seinen Höhepunkt und klingt nach 4-6 Stunden relativ rasch aber meist sanft wieder ab.

Erwünschte Wirkungen:

Die Wirkung hängt von der Dosierung, der Konsumform und Deiner Verfassung ab. Grundsätzlich wirken Pilze halluzinogen. Bei Beginn des Konsums kann es zu einer leichten Schläfrigkeit und einem inneren Wärmegefühl kommen. Außerdem sinkt der Blutdruck und die Pupillen weiten sich. Nach dieser ersten Phase kommt es zu einer Antriebssteigerung und zu einem veränderten Zeit-Raumgefühl, einer veränderten Selbstwahrnehmung und zu einem erhöhten Reizempfinden. Zudem sind optische Halluzinationen möglich. Häufig kommt es auch zu einem gesteigerten Verlangen nach Sex.

Die halluzinogene Wirkung von Magic Mushrooms ist nicht so stark wie die von LSD. Pilze weisen einen schnelleren Wirkbeginn, eine kürzere Wirkdauer und einen “leichter steuerbaren” Rausch auf. Es kommt seltener zu abrupten Stimmungsschwankungen und “bad trips”.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Es können Atembeschwerden, Herzrasen, ein veränderter Blutdruck, Kreislaufprobleme, eine Erhöhung der Körpertemperatur, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und Übelkeit, seltener auch Ohnmacht und epileptische Anfälle auftreten.

Bei einer hohen Dosierung kann es zu Angstzuständen, Schreckensvisionen und paranoiden Reaktionen kommen. Dies ist jedoch seltener der Fall als beim LSD Trip.

Durch Verwechslung mit anderen Pilzen besteht die Gefahr lebensbedrohlicher Vergiftungen.

Langzeitnebenwirkungen:

Wenn Du Pilze wiederholt konsumierst, reagiert Dein Körper für einige Tage mit Toleranz. Das bedeutet, die Dosis müsste erhöht werden, um die erwarteten Effekte zu verspüren. Diese Toleranz weitet sich auch auf andere Halluzinogene aus. Dieses Phänomen wird als „cross-tolerance“ bezeichnet.

Mischkonsum:

Die Kombination von zwei oder mehr Substanzen ist schwer kalkulierbar. Je nach Kombination kann sich die Wirkung verstärken, potenzieren oder sich in unterschiedliche – und auch unerwünschte - Richtungen entwickeln. Durch Mischkonsum erhöht sich das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen. Wenn Du Dich trotzdem für Mischkonsum entscheidest, solltest Du idealerweise Erfahrungen mit jeder der einzelnen Substanzen haben und auf besonders riskante Kombinationen verzichten.

 

  • Pilze und Ecstasy: Die Körpertemperatur wird noch stärker erhöht als beim alleinigen Konsum von Ecstasy. Dadurch wird die Gefahr eines Hitzschlags erhöht. Außerdem gibt es Hinweise, dass die neurotoxische (das Nervensystem schädigend) Wirkung von MDMA und anderen Amphetaminderivaten durch den Konsum von Halluzinogenen verstärkt wird.
  • Pilze und Alkohol: Es kann vermehrt zu Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht kommen.
  • Pilze und Nikotin/THC: Dieser Mischkonsum führt häufig zu Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht.

 

Safer Use:

Wenn Du Dich im Wissen um gesundheitliche und strafrechtliche Risiken dennoch zum Konsum von Pilzen entscheidest, solltest Du, zusätzlich zu den allgemeinen Safer-Use-Regeln, folgendes beachten: 

  • Bei Herz-Kreislaufproblemen solltest Du auf den Konsum verzichten.
  • Bei psychischen Problemen, wenn Du nicht gut drauf bist oder Dich schlecht fühlst, bei Angst vor dem Konsum, Unruhe und psychiatrischen Erkrankungen solltest Du auch auf den Konsum verzichten. Deine Stimmung und/oder psychische Verfassung kann den Trip negativ beeinflussen und es schwerer machen, die Halluzinationen zu verarbeiten. Das Risiko für „bad trips“ wird erhöht.
  • Wenn Du zu epileptischen Anfällen neigst, solltest Du auch auf den Konsum verzichten.
  • Wenn Du Magic Mushrooms nimmst, solltest Du auf ein günstiges Setting achten. Das bedeutet: Bereite Dich gut vor, achte auf ein Umfeld indem Du dich wohlfühlst und konsumiere nur im Beisein von  Freunden, die Erfahrung im Umgang mit dem Konsum von Pilzen haben.
  • Da die Wirkung von Pilzen bis 6 Stunden anhalten kann, solltest Du schauen, dass Du Lebensmittel und andere für Dich wichtige Dinge in Deiner Nähe hast.
  • Du solltest nicht auf vollen Magen konsumieren, da sich dadurch das Risiko, dass Dir schlecht wird oder Du erbrechen musst, erhöht.
  • Da der Wirkstoffgehalt bei Halluzinogenen kaum einschätzbar ist, solltest Du eine kleine Dosis antesten und mindestens 1½ Stunden warten. Nachlegen kannst Du immer noch. Wenn Dein Magen voll ist, kann es noch länger dauern bis Du was von der Wirkung merkst.
  • Am besten Du bewahrst einen Teil des konsumierten Pilzes auf. So kann bei Überdosierungen oder Vergiftungen die Art der Pilze festgestellt werden.
  • Im frisch geernteten Zustand zersetzen sich die Wirkstoffe innerhalb eines Tages und es entstehen Gifte und Schimmelpilze, die Übelkeit hervorrufen und unter Umständen Krebs verursachen können. Frische, nicht getrocknete Pilze können bereits nach einem Tag durch Zersetzung des Pilzeiweißes Übelkeit und Erbrechen auslösen. Die Pilze sollte man möglichst frisch konsumieren. Wenn man nicht weiß, wie alt sie sind, so sollte man lieber darauf verzichten!
  • Bei Bad Trips kann Orangensaft oder Traubenzucker helfen. UserInnen berichten, dass dadurch der Trip wieder steuerbarer wird.
  • Während des Pilz-Trips kann es zu einschneidenden, verwirrenden oder verunsichernden Erfahrungen kommen. Nimm Dir Zeit, um die Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. Dafür solltest Du Dir Ruhe gönnen.
  • Achte auf mehrwöchige Abstände zwischen den Rausch-Erfahrungen!
  • Meide auf dem Pilzrausch Straßen und andere “gefährliche” Orte.
  • Wenn Du durch die Pilzwirkung sexuell erregt wirst, praktiziere Safer Sex (Link)
  • Setze Dich nach dem Konsum von Pilzen nicht hinters Steuer. Du gefährdest nicht nur Dich, sondern auch andere! Gehe zu Fuß, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Dir mit anderen ein Taxi.

 

Female Facts :

  • Wenn Du vom Pilz Konsum erbrechen musst oder Durchfall bekommst: Bis zu vier Stunden nach Einnahme der Anti-Baby-Pille gelangt eventuell zu wenig Wirkstoff in den Blutkreislauf, so dass eine Schwangerschaft möglich ist. Auch hier gilt: Benutze Kondome!
  • Grundsätzlich solltest Du, wenn Du schwanger bist auf den Konsum von psychoaktiven Substanzen verzichten. 

Nachweiszeiten